ÜBER UNS MITMACHEN! SDW VOR ORT UNSERE WALDMOBILE WALDPÄDAGOGISCHE ANGEBOTE NATURSCHUTZ WALDWISSEN | SHOP

SDW Baden-Württemberg - Tief verwurzelt. Weit verzweigt.

Der Wald ist einer der kostbarsten Schätze, die wir auf der Welt haben. Ihn zu schützen und Menschen für seinen Schutz zu begeistern, ist eine Aufgabe, die uns täglich aufs Neue motiviert. Und das seit über 70 Jahren!


Klimakatastrophe im Wald

Demo für den Wald

STUTTGART, 06.09.2019: „Vertrocknete Bäume und kahle Flächen – wer hinsieht, nimmt die dramatischen Schäden und den schlechten Gesundheitszustand unserer Wälder wahr. Der Wald leidet unter dem Klimawandel, den er selbst abmildern soll. Die gravierenden Folgen für die Branche der Forstwirtschaft und die gesamte Gesellschaft sind nicht vorhersehbar“, eröffnete Roland Burger, Präsident der Forstkammer Baden-Württemberg, die Kundgebung der Demonstration „Wald in Not“ heute in Stuttgart. Zur Demo aufgerufen hatte ein breites Bündnis forstlicher Verbände, bestehend aus der AG Wald Baden-Württemberg (Baden-Württembergischer Forstverein, Bund Deutscher Forstleute, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V., Verein für forstliche Standortskunde), der Forstkammer Baden-Württemberg Waldbesitzerverband e.V. und der IG BAU. „Die Nöte des Waldes und der im Wald Arbeitenden sind im Landwirtschaftsministerium angekommen“, erkannte Martin Schwenninger, Vorsitzender der IG BAU Baden-Württemberg dankend an. Dietmar Hellmann, Vorsitzender der AG Wald ergänzte: „Nun fordern wir die schnelle, umfassende und unbürokratische Umsetzung der von Minister Peter Hauk beim Waldgipfel Anfang der Woche vorgestellten Maßnahmen!“
Mehrere hundert Waldschützer, Forstamts- und Revierleiter, Forstwirte, Forstunternehmer und Waldverbündete waren gekommen, um der Notwendigkeit nach schnellem Handeln Nachdruck zu verleihen. In einem Demonstrationszug vom Arnulf-Klett-Platz über die Konrad-Adenauer-Straße und dem Charlottenplatz bis hin zum Schlossplatz waren Rufe wie „Der Wald, der geht uns alle an!“ und „Wald in Not – handelt jetzt!“ am Freitagvormittag zu hören. Bei der Kundgebung auf dem Schlossplatz waren politische Vertreter fast aller Landtags-Parteien gekommen, um sich die Anliegen der Anwesenden anzuhören und um ihre Ideen für den Wald der Zukunft vorzustellen. Aus Berlin war der Vorsitzende des Agrarausschusses des Bundestags, Alois Gerig, CDU nach Stuttgart angereist.
Der Vorsitzende der AG Wald, Dietmar Hellmann betonte: „Der Klimawandel ist längst bei uns angekommen in beängstigender Dimension, wir müssen den Wald für uns Menschen mit all seinen Funktionen – als Klimaschützer, Arbeitsplatz, Einkommensquelle, Lernort, Erholungsraum, Wasserspeicher und Luftreiniger – erhalten, dafür bedarf es jetzt eines dringenden und entschlossenen Bekenntnisses aller Ministerien zum Wald, das sich auch im Haushalt des Landes widerspiegelt. Wir fordern die Landesregierung auf, pro Jahr pro Einwohner Baden-Württembergs in den nächsten 10 Jahren jährlich mindestens 5 € in die Hand zu nehmen, um die Wälder von morgen klimafit zu machen.“
Die Spuren, die der Klimawandel in unseren Wäldern hinterlässt, bleiben auch den Bürgern nicht unbemerkt. „Das Gesicht des Waldes wird sich ändern. Aber wir Forstleute und Waldeigentümer setzen uns dafür ein, dass unsere Nachkommen einen genauso vielfältig wertvollen Wald vorfinden werden, wie wir ihn von unseren Vorfahren geerbt haben. Doch dafür braucht es den Rückhalt aus der Politik und der Gesellschaft“, waren sich die Organisatoren der Demonstration einig. „Uns geht es darum, dass unsere Wälder trotz extremer Hitze- und Dürrejahre auch in Zukunft grün bleiben, wachsen werden und für Mensch und Tier gleichermaßen Lebensgrundlage sein können.“ Auf den Flugblättern wurde die Botschaft der Demonstration den Passanten mitgegeben: „Investitionen in den Wald sind Investitionen in den Klimaschutz und in die Zukunft unserer Enkelkinder!“
Jetzt sei es an der Politik, die notwendigen Rahmenbedingungen für einen gesunden Wald der Zukunft zu schaffen. Die Landesregierung muss jetzt sofort und entschlossen handeln!


Ihr Baum für den Wald!

Waldsterben 2.0 erfordert gemeinsames Handeln
Spenden Sie für neue Bäume


Die extrem schlechte Lage des deutschen Waldes erfordert sofortiges gemeinsames Handeln der Politik und jedes Einzelnen. Darum bietet die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Möglichkeiten an, sich für den Wald zu engagieren. Dabei setzt sie ihr Knowhow beim Bäume pflanzen und ihr langjähriges Wissen ein.

Gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist es, dem Klimawandel entgegen zu treten, um das Waldsterben 2.0 abzuwenden. Neben der Politik und der Industrie ist es auch wichtig, dass sich alle gesellschaftlichen Gruppen in die Diskussion einbringen und in der Praxis handeln. Schließlich handelt es sich bei der dramatischen Situation in unseren heimischen Wäldern nicht um ein Fehlverhalten einzelner, sondern um eine Fehlentwicklung unserer Gesellschaft.

Jede/r kann mitmachen! Jede/r Einzelne kann etwas tun! Die SDW pflanzt seit über 70 Jahren zusammen mit engagierten WaldschützerInnen Bäume in Deutschland. In Anbetracht der aktuellen Entwicklung möchten wir dieses Engagement noch verstärken. Daher sucht die SDW sowohl geeignete Flächen als auch finanzielle Unterstützung (Spendenkonto BW Bank Stuttgart, IBAN: DE11 600 501 01 000 2052 960).

Hintergrund:
Nach dem extrem trockenen Sommern 2018 fehlen dem Wald durchschnittlich mehr als 200 Liter pro Quadratmeter Regen. Besonders extrem ist die Situation in den Ländern im Osten Deutschlands. Bisher sind schon rund 120.000 Hektar Wald abgestorben, auch in geschlossenen Waldbeständen. Neben Fichten sterben auch Kiefern, Buchen und Eichen auf Grund des fehlenden lebensnotwendigen Wassers ab. Besonders beängstigend ist die Geschwindigkeit, mit der die Schäden zunehmen.


Dringender Appell der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Baden Württemberg an die Landesregierung:

Der Wald braucht schnelle Hilfe!


Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann,

bei der Delegiertenversammlung der SDW am 13.7.2019 in Freiburg i.Br. haben die Mitglieder vor dem Hintergrund der enorm zunehmenden Hitze- und Kalamitätsschäden durch Käferbefall in den Wäldern einen dringenden Appell an die Landesregierung gerichtet: Die personelle Schlagkraft sowie die sachliche und finanzielle Ausstattung der Forstverwaltung auf allen Ebenen muss gewährleistet werden, um den massiv sichtbaren Schadauswirkungen auf den Wald begegnen zu können und dauerhafte Schäden für den Wald abzuwehren.

Auch die Arbeitsgemeinschaft Wald Baden Württemberg e.V. (AG Wald) hat gefordert,  dass ein Masterplan für den Wald erstellt und unverzüglich geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet werden. Den privaten und öffentlichen Waldbesitzern muss Unterstützung in ausreichender Weise gewährt werden, damit sie aktiv gegen die zunehmenden Extremwettersituationen und die Käferkalamitäten einschreiten können und in die Lage versetzt werden, ihre Wälder den künftigen Anforderungen aufgrund der Klimaveränderungen durch Waldumbau anzupassen.

Die SDW-Mitglieder erwarten dazu, dass sich die Landesregierung beim Bund und den europäischen Behörden dafür einsetzen, dass für die dringend notwendigen Wieder- und Neuaufforstungen Mittel zur Verfügung gestellt werden auch, dass Mitteln aus dem Waldklimafonds der Bundesregierung hierfür  verwendet werden können.

Schon heute leiden nicht nur die Nadelwälder, sondern - wie leider an vielen Stellen des Landes zu sehen ist - auch Buchen und andere Laubbäume. Die Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutscher
Wald erhoffen sich, dass das Land Baden-Württemberg seiner Verantwortung zur Einleitung geeigneter Schritte gerecht wird.

Vor Ort ist die SDW bereit, Aktionen zur Wiederaufforstung und zur Ausdehnung von Waldflächen durch Pflanzmaßnahmen aktiv zu unterstützen und damit einen wirkungsvollen Beitrag gegen den CO2-Anstieg zu leisten.


SDW Jahresprogramm 2019

SDW Jahresprogramm

 

 

Auf 56 Seiten finden Sie im neuen Jahresprogramm der SDW vielfältige Exkursions-, Mitmach- und Vortragsveranstaltungen aus neun Kreisverbänden und dem Landesverband.
Zum >>Download>> gibt es das Programm hier auf unserer Internetseite oder Sie erhalten es bei Ihrem Kreis- oder dem Landesverband. Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr wieder so ein umfangreiches Programm zustande gekommen ist, dank der vielen Ideen unserer ehrenamtlich Engagierten.