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Gefahren im Wald

Zecken

Ab März bis Ende Oktober muss man normalerweise mit dem  Auftreten von Zecken im Wald, auf Wiesen und Feldern rechnen. Seit zwei Jahren fallen in Deutschland, wie zum Beispiel in der Nähe des Rheintals, die Zecken nicht mehr in ihre Winterstarre, in die sie bei dauerhaften Temperaturen unter 7°  fallen. Sie können also auch in den Wintermonaten ihre Opfer stechen. Als Krankheitsüberträger von Borreliose und FSME sollte man sich vor den kleinen Spinnentieren schützen.

Zecke als Waldgefahr

Das erwachsene Weibchen (rechts oben) ist zwischen 3 bis 5 mm groß. Für den Menschen sind die 1 bis 1,5 mm großen Nymphen (unten) am gefährlichsten. Die bis zu 0,5 mm großen Larven (Mitte) sind für den Menschen ungefährlich. Quelle: www.zecken.de FSME     Die Gefahr, nach einem Zeckenstich zu erkranken, wird in Deutschland immer größer. In den FSME-Gebieten sind bis zu fünf Prozent der Zecken mit FSME-Viren infiziert. Da sich die Erreger der FSME in den Speicheldrüsen befinden, infizieren sie den Wirt sofort. An der Frühsommer-Hirnhautentzündung (FSME) erkrankten mehrere hundert Personen im  Jahr. Borreliose     Bis zu 240.000 Menschen infizieren sich pro Jahr in Deutschland mit Borreliose, zwischen 60.000 und 80.000 erkranken daran. Inzwischen ist bundesweit fast jede dritte Zecke mit Borreliose infiziert. Da sich die Borrelien im Mitteldarm der Zecke befinden, findet keine Infektion in den ersten 12 bis 24 Stunden nach Saugbeginn statt. Hier ist eine schnelle Entfernung der Zecke sehr wichtig. Weitere Infos finden Sie auch auf der Homepage www.borreliose-infektionskrankheiten.de . Wann sind Zecken aktiv?     Ab einer Temperatur von etwa sieben Grad Celsius sind Zecken aktiv. Sie lieben Temperaturen zwischen 14 und 23 Grad Celsius und Luftfeuchtigkeit um die 90 Prozent. Bevorzugte Lebensräume sind daher feuchte Jungwälder, Gebiete um Seen und Flüsse, Waldlichtungen und Waldränder aber auch Freibäder, Spiel- und Sportplätze sowie der Garten. Dort haften sie an Gräsern, Farnen oder Unterseiten von Pflanzenblättern und warten auf einen neuen Wirt, ein Tier oder einen Menschen. Erwachsene Zecken klettern auf eine Höhe von anderthalb Meter, Nymphen bis 50 Zentimeter und Larven bis 25 Zentimeter Die übliche Saison reicht von März bis November. In den vergangenen milden Wintern waren Zecken jedoch auch im Winter aktiv. Wer ist gefährdet?     Gefährdet sind vor allem Menschen, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit viel im Freien, in Wäldern, Wiesen und Parkanlagen aufhalten. Dazu gehören Waldarbeiter, Kinder, Camper, Wanderer und Gartenbesitzer. Wie groß die Gefährung aktuell an Ihrem Aufenthaltsort ist, kann man auf der Seite www.zeckenwetter.de herausfinden. Hier kann man seine eigene Postleitzahl angeben und findet die Einschätzung der Fachleute zur Zeckenaktivität sowie weitere Infos zum Thema. Gibt es Zecken im Garten? Ja, diese werden von Mäusen oder Rehen in den Gärten verbreitet. Die meisten Zecken findet man in einem Radius von zwei Metern von der Rasengrenze entfernt entlang von Zierpflanzungen. Da die Tipps für zeckenfreie Gärten oft den Tipps für artenreiche Gärten entgegenwirken, sollte man Zeckenfreiheit auf die Flächen beschränken, auf denen sich die Familie aufhält. Je sonniger ein Garten ist, desto weniger fühlen sich die Zecken wohl. Das bedeutet, dass wenn Sie den Rasen regelmäßig mähen sowie Blätter, Gestrüpp und Unkraut entfernen oder bestimmte Bodendecker wie Dickmännchen nur dort verwenden, wo Tiere und Mensch sich nicht aufhalten, fühlen sich die Zecken in Ihrem Garten nicht wohl. Wie kann man sich schützen?     Borreliose: Gegen die häufigste von Zecken übertragene Krankheit Borreliose gibt es noch keine Impfung. Der beste Schutz vor einer Borreliose ist das schnelle Entfernen der Zecken. Hat man sich infiziert, treten im ersten Stadium in einigen Fällen ringförmige Hautrötungen um den Zeckenstich sowie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und erhöhte Müdigkeit auf. Da eine Diagnose für Laien aufgrund der Ähnlichkeit zum grippalen Infekt nicht eindeutig möglich ist, sollte bei Verdacht unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Je frühzeitiger diese Infektion entdeckt wird, umso besser kann sie mit Antibiotika bekämpft werden. FSME: Gegen FSME gibt es eine Impfung. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt deshalb die FSME-Impfung allen, die in einem Risikogebiet leben oder dorthin reisen. Da die Schwere der Erkrankung mit zunehmendem Alter steigt, sollten vor allem ältere Menschen sich impfen lassen. Für eine vollständige Grundimmunisierung gegen FSME wird dreimal innerhalb eines Jahres geimpft. Soll kurzfristig ein Impfschutz aufgebaut werden, kann auch dreimal innerhalb von 21 Tagen geimpft werden. Dann sollte jedoch eine weitere Impfung nach 12 bis 18 Monaten erfolgen. Die Auffrischung der Impfung sollte alle drei Jahre erfolgen. Die Krankenkassen übernehmen in Risikogebieten die Kosten für die Zeckenimpfungen, die bei jedem Hausarzt möglich sind. Eine Nachfrage bei der Krankenkasse lohnt aber auch in den anderen Bundesländern. Tipps zum Schutz:     Damit Sie gesund durch den Sommer kommen, haben wir Ihnen die wichtigsten Tipps zum Schutz zusammengestellt: 1. Aufenthaltsort der Zecke meiden! Gehen Sie nicht durch Gebüsch, Unterholz oder hohe Gräser, bleiben Sie auf lichten und vegetationsarmen Waldwegen. Rasten Sie nicht am Waldrand, an Heuhaufen und im dichten Unterholz. 2. Tragen Sie geschlossene und helle Kleidung! Die Haut sollte größtenteils bedeckt sein. Feste Schuhe (keine Sandalen), lange Hosen und Hemden mit langen Ärmeln machen es den Zecken schwer. Auf heller Kleidung erkennt man Zecken schneller. 3. Schützen Sie sich durch Zeckenschutzmittel! Neben käuflichen Zeckenschutzmitteln gibt es auch Naturstoffe wie z.B. Lavendel- und Nelkenöl, die das Risiko eines Zeckenbefalls vermindern sollen. Lavendelöl sollte dafür auf Schuhe und Strümpfe geträufelt werden. 4. Suchen Sie nach dem Spaziergang Ihre Kleidung und Ihren Körper nach Zecken ab! Während der Zeckensaison sollte nach einer Wanderung möglichst schnell die Kleidung und der ganzen Körper abgesucht werden und Kleidungsstücke, vor allem Strümpfe, gewechselt werden. Zecken krabbeln auf der Kleidung und suchen nach freier Haut und warmen Körperstellen. Aber Vorsicht, junge Zecken sind sehr klein (0,5 mm) und zwischen den Haaren nur schwer zu erkennen. 5. Besondere Regeln für das Entfernen! Je schneller man die Zecke vom Körper entfernt, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion. Es dauert mindestens ein bis zwei Stunden, oft auch bis zu zwölf Stunden bis der Saugakt und damit die Krankheitsübertragung beginnt. Nie die Zecke mit Öl, Klebstoff oder Creme vor dem Entfernen ersticken, sondern die Zecke mit einer Zeckenzange, Zeckenschlinge, Zeckenkarte oder den Fingernägeln entfernen. Man packt die Zecke dabei an ihren Saugrüssel unmittelbar an der Hautoberfläche und hebelt sie vorsichtig heraus. Ein Quetschen der Zecke muss unbedingt vermieden werden, da sonst das Infektionsrisiko erhöht wird. Die Stichstelle sollte danach gewaschen und mit Alkohol desinfiziert werden. 6. Schützen Sie Ihre Haustiere! Suchen Sie Ihren Hund oder Ihre Katze nach einem Aufenthalt im Freien unbedingt auf Zecken ab oder schützen Sie sie durch entsprechende Mittel aus der Apotheke oder vom Tierarzt. Hunde und Katzen können ebenfalls an Borreliose erkranken.Während wir Menschen vor allem vom Gemeinen Holzbock bedroht sind, werden Hunde und Katzen auch von der Auwaldzecke, der Schafzecke und der Igelzecke gestochen. Auwaldzecken können die gefährliche Hundemaleria übertragen. Dabei werden die roten Blutköperchen angegriffen. Die ersten Anzeichen sind Schwäche und Kurzatmigkeit. Da Hunde daran sterben können, muss sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Also unbedingt den Hund und auch die Katze durch Mittel schützen! 7. Vorsichtsmaßnahmen im Garten: Auf dem eigenen Grundstück sollte man so wenig wie möglich Mäuse dulden. Gärten mit Komposter sind ein Paradies für Mäuse. Benutzen Sie geschlossene Komposter! Rastplätze von Vögeln sollten nicht über Terrassen sein, da Vögel Zecken abschütteln. Nach einem Aufenthalt in einem Zeckengebiet sollten Sie.... Noch im Zeckengebiet: 1. Kleidung und offene Hautpartien nach Zecken absuchen 2. gefundene Zecken absammeln und entsorgen Zu Hause (noch am selben Tag): 1. den gesamten Körper gründlich nach Zecken absuchen 2. herumlaufende und festgesaugte Zecken entfernen und entsorgen 3. Kleidung sicher lagern (Badewanne) oder waschen Nach dem Zeckenstich sollten Sie .... Wenn Sie von einer Zecke gestochen wurden und sie nach den obengenannten Regeln entfernt haben, sollten Sie folgendes tun: 1. Stichstelle fotografieren und Datum notieren 2. Stichstelle zweimal die Woche kontrollieren 3. Bei einer wachsenden oder ringförmigen Hautrötung von mehr als 2 cm Durchmesser und bei grippeähnlichen Symptomen in den ersten vier Wochen danach sollten Sie zum Arzt gehen Die entfernte Zecke sollten Sie..... Die Zecke sollten Sie nicht mit dem Fingenangel zerquetschen, damit Sie nicht mit den Krankheitserregern in Kontakt kommen. Aus Gründen der eigenen Sicherheit ist es durchaus ratsam, die Zecke zu töten. Entweder in heißes Wasser werfen oder mit einer feinen Nadel auf einem Papiertuch durchstechen und dann in der Toilette wegspülen. Zecken sterben auch nach einigen Minuten in hochprozentigem Alkohol (50-80%). Dies hat den Vorteil, dass man später nachweisen kann, ob das Unwohlsein wirklich von der Zecke stammt. Wo in Deutschland die Gefahren durch Zecken groß sind, erfahren Sie unter der Internetadresse www.zeckenwetter.de. Hier können Sie mithilfe Ihrer Postleitzahl die Zeckenaktivität Ihrer Umgebung feststellen.


fuchs

Fuchsbandwurm  

Nicht nur durch Beeren oder Pilze, die im Wald gefunden werden, sondern auch durch Früchte in der Nähe von Städten und sogar durch bodennah wachsende Früchte und Gemüse im eigenen Garten können sich Menschen mit dem Fuchsbandwurm infizieren. Überträger sind nicht die Füchse selbst, sondern Kleinnager oder Haustiere. Durch das Fressen von wildlebenden Nagetieren, z.B. Feldmäusen infizieren sich Füchse und Haustiere mit dem Bandwurm. Die Eier werden mit dem Kot ausgeschieden und an Früchten und Beeren abgelagert. Neueste Untersuchungen zeigen, dass seit ca. 1990 sowohl die Zahl und die Befallsrate der Füchse drastisch zugenommen hat als auch eine immer größere Anzahl der Füchse in der Nähe von menschlichen Siedlungen lebt, wodurch die Gefahr einer Infektion steigt. Menschen, die die Eier des Fuchsbandwurmes aufgenommen haben, erkranken oft erst nach mehreren Jahren. Es wird ausschließlich die Leber angegriffen. Da es keine typischen Symptome für die Fuchswurmerkrankung gibt, wird sie oft erst erkannt, wenn keine Heilung mehr möglich ist. Die Infektion ist jedoch lebensgefährlich. Innerhalb Deutschlands ist der Kleine Fuchsbandwurm inzwischen in allen Bundesländern nachgewiesen, wobei die Befallsrate der Füchse im Südwesten deutlich höher ist als im Nordosten. Auch in den Mittelgebirgen ist die Befallsrate generell höher. Die Anzahl der Übertragungen auf den Menschen ist sehr gering. In ganz Europa sind im Zeitraum von 1982 bis 2000 lediglich 559 Fälle bekannt, wobei allerdings berücksichtigt werden muss, dass die tatsächliche Zahl der Fälle aufgrund der erst im Jahre 2000 begonnenen zentralen Erfassung nicht genau angegeben werden kann. Zwischen 2003 und 2005 wurden dem Robert-Koch-Institut und dem Europäischen Echinokokkose-Register zusammen 119 Fälle gemeldet. Einer neuen Studie zufolge sind dies aber wahrscheinlich nur 30 % der tatsächlich auftretenden Fälle. Schutzmaßnahmen Durch folgende Maßnahmen lässt sich das Infektionsrisiko verringern, aber wegen der vielfältigen Verschleppungsmöglichkeiten der Eier niemals ganz ausschließen • Zum Schutz vor Fuchsbandwurm-Infektionen sollten Früchte, Gemüse und Pilze vor dem Essen unbedingt gründlich abgewaschen und erhitzt werden. • Gekochtes Gemüse oder eingemachtes Obst sind in jedem Fall unbedenklich (Erhitzung auf 60 °C genügt). Einfrieren oder das Einlegen in Alkohol ist hingegen unwirksam. • Auch das Händewaschen nach dem Sammeln und nach der Gartenarbeit sollte keinesfalls vergessen werden. • Katzen- und Hundebesitzer sollten ihre Tiere regelmäßig entwurmen.


Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner kommt an allen Eichen-Arten vor. Er bevorzugt warm-trockene Regionen, das heißt lichte Eichenwälder, Waldränder und Einzelbäume. In Trockenjahren kann es auch zu Massenvermehrungen kommen.   Foto: Eichenprozessionsspinner, FVA, Abteilung Waldschutz Eine Bekämpfung war früher nicht notwendig. Seit 1995 ist jedoch eine starke Zunahme dieses früher seltenen Schmetterlings in zahlreichen Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Brandenburg und NRW) zu verzeichnen. Der Einsatz von Insektiziden ist sorgfältig abzuwägen und muss die Belange von Naturschutz und Wasserschutz berücksichtigen. Dabei sollte immer der Rat von Fachleuten eingeholt werden. 2013 war der Befall so flächig, dass zu biologischen Schädlingsbekämpfungsmitteln gegriffen werden musste. Neben den Fraßschäden liegt die eigentliche Schadwirkung des Eichenprozessionsspinners in den gesundheitlichen Auswirkungen der Raupenhaare auf den Menschen. Die Haare der Raupen führen beim Menschen zu Allergien.                             Gesundheitliche Beschwerden durch den Eichenprozessionsspinner können während des gesamten Jahres entstehen. Für den Menschen gefährlich sind die Haare des 3. Larvenstadiums des Eichenprozessionsspinners, also im Mai und Juni. Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue toxische Reaktionen aus. Die (fast unsichtbaren) Brennhaare dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort mit ihren Häkchen fest. Sie können Knötchen, Quaddeln und eine Hautentzündung verursachen. Die Hautreaktionen halten (unbehandelt) oft ein bis zwei Wochen an. Meist sind alle Hautbereiche betroffen, welche nicht bedeckt waren. Die Haut- und Schleimhauterscheinungen können mit Kortisolpräparaten behandelt werden. Gegen den Juckreiz helfen Antihistaminika. Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis bis hin zu Asthma führen. Hier wären Kortisonsprays und Sprays mit Bronchien-erweiternden Mitteln erforderlich. Selten ist eine stationäre Behandlung notwendig. Begleitend treten Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auf. In Einzelfällen neigen überempfindliche Personen zu allergischen Schockreaktionen. Bedeutung für den Wald Bis vor wenigen Jahren beschränkte sich der Raupenfraß des Eichenprozessionsspinners auf einzeln stehende Eichen in Parkanlagen, Alleen, auf Parkplätzen oder entlang von Waldrändern. Der Schaden war gering, da die Eichen durch den Johannistrieb ein hohes Regenerationsvermögen besitzen. Seit 1995 tritt der Schädling jedoch flächig in Massenvermehrung auf. Bei einmaligem Kahlfraß durch den Eichenprozessionsspinner verhindert die Regenerationskraft der Eichen Folgeschäden. Bei mehrjährig aufeinander folgendem starken Fraß wird die Vitalität geschwächt, die Disposition der Bäume gegenüber weiteren Schädlingen wie Mehltau oder Eichenprachtkäfer erhöht sich. Die Folgen sind Zuwachsverluste, Ausfall der Eichenmast sowie häufiges Absterben. Natürliche Feinde des Eichenprozessionsspinners Der Eichenprozessionsspinner besitzt eine Vielzahl natürlicher Feinde. Einige entfalten ihre Wirkung erst nach mehreren Jahren der Massenvermehrung. Besonders wirksam sind Ei- und Raupenparasiten wie die Raupenfliegen aus der Familie der Tachinidae, deren Larven sich im Inneren des Wirtes entwickeln. Wichtigste räuberische Käferart ist der Puppenräuber. Seine Larven suchen ihre Beute im Raupengespinst, während der Käfer die freien Raupen attackiert. Der Kuckuck verspeist die behaarten Raupen trotz der Brennhaare. Sie zeigen bei ihm keine Wirkung, da er seine Magenschleimhaut mit den darin festsitzenden Haaren herauswürgen kann. Situation im Jahr 2013 Der Eichenprozessionsspinner hat sich in den vergangenen Jahren rasant und in fast allen Bundesländern ausgebreitet. In elf Bundesländern musste er 2013 bekämpft werden. Besonders betroffen waren Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt. Bei geringem Befall reichte die mechanische Bekämpfung. Aber oft musste zum Schutz der Bevölkerung und des Baumbestandes auf Pflanzenschutzmittel zurückgegriffen werden. Diese waren kurzfristig angesichts des Ausmaßes des Befalls genehmigt worden. Bevorzugt wurde das biologische Schädlingsbekämpfungsmittel "Dipel ES" mit dem Wirkstoff Bacillus thuringiensis. Insgesamt gab es 35 Unfälle durch Kontakt zu Raupen, Haaren oder Nestern des Spinners im vergangenen Jahr. Tipps für den Schutz: Wer Nester des Eichenprozessionsspinner entdeckt, ist aufgefordert, diese umgehend dem zuständigen Gesundheits- oder Gartenamt zu melden. Generell dürfen Raupen und ihre Nester nicht berührt werden. Schon bei Verdacht eines Gifthaarkontakts können folgende Maßnahmen helfen. • Kleidung umgehend im Freien (!) wechseln, Schuhe nass reinigen • Kleidung bei mindestens 60 Grad waschen • Sichtbare Raupenhaare mit einem Klebstreifen entfernen • Grundliches Duschbad mit Haarreinigung und Augenspülung mit Wasser • Betroffene Gegenstände wie das Auto waschen, saugen und feucht reinigen • Hunde baden • Bei Hautreaktionen sollte der Hausarzt aufgesucht werden, beim Atemnot  sofort den Rettungsdienst alarmieren. • Tipps von ECARF (Europäische Stiftung für Allergieforschung)