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Der Wald in Baden-Württemberg

Hier finden Sie die aktuell gültige Fassung des Landes Wald Gesetzes (LWaldG) von Baden-Württemberg http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=WaldG+BW&psml=bsbawueprod.psml&max=true


buchenwaldWaldfläche

Mit einem Bewaldungsprozent von 38,4% der Landesfläche - entsprechend 1,37 Mio. ha - ist Baden-Württemberg nach Bayern das waldreichste Bundesland.


Waldbesitz

Der größte Anteil der Baden-Württembergischen Wälder mit 40% befindet sich im Besitz von Körperschaften (vor allem Städte und Gemeinden), 36% sind in privater Hand und 24% gehören dem Land Baden-Württemberg. Im Durchschnitt verfügt jede der 1102 Gemeinden des Landes über rund 500 Hektar Wald. Den zweitgrößten Anteil besitzen rund 260.000 private Waldeigentümer, die sich zur ökonomischeren Bewirtschaftung ihrer Wälder zumeist in forstlichen Zusammenschlüssen organisieren. Der größte Waldbesitzer ist das Land Baden-Württemberg mit 329.200 Hektar.


Baumartenanteile

Baumartenanteil

Die Baumartenzusammensetzung des Waldes hat sich zugunsten der Laubbäume entwickelt. Ihr Anteil an der Landeswaldfläche liegt bei 46,8%. Wichtigste Laubbaumart ist die Buche mit einem landesweiten Anteil von 21,8% sowie die Gruppe der Hartlaubhölzer Esche, Ahorn, Hainbuche, welche zusammen 10% der Waldfläche einnehmen. Die Eichenarten haben ihren Anteil bei etwa 7% halten können.
Mit 34% Flächenanteil ist die Fichte zwar nach wie vor die häufigste und wirtschaftlich bedeutendste Baumart, sie hat allerdings deutlich an Fläche verloren (um ca. 8%). Ursache hierfür sind die Stürme von 1990 und 1999 und deren Folgeschäden (Borkenkäfer), aber auch gezielte waldbauliche Maßnahmen mit dem Ziel, Fichten auf ungeeigneten Standorten durch andere Baumarten, vor allem Laubbäume, zu ersetzen.
Außer der Fichte ist auch die Kiefer von einem Rückgang ihrer Fläche betroffen. Landesweit sank ihr Anteil von 8,2 auf 5,6%. Der Anteil der Tanne als prägender Baumart des Bergmischwalds und als Charakterbaumart des Schwarzwalds konnte bei 8% gehalten werden.

Quelle: ForstBW


waldstruktur in baden-wuerttembergWaldstruktur und -zusammensetzung

Die Baumartenmischung ist ein Garant für Artenvielfalt und Stabilität von Wäldern. Sie haben deutlich an Fläche gewonnen. Dementsprechend ist der Anteil der Reinbestände auf 13,5% zurückgegangen. Über 80% beträgt der Anteil an zwei- oder mehrschichtigen Beständen. Auch die Waldverjüngung zeigt ein positives Bild: die junge Waldgeneration besteht zu 71% aus Laubbäumen.


Holzvorraete in Baden-WuerttembergHolzvorräte, Zuwachs und Kohlenstoffspeicherung

Als Holzvorrat beschreibt der Förster das Holzvolumen der Bäume im Waldbestand. Der Gesamtvorrat in den Wäldern des Landes erreichte 2002 den Wert von rund 496 Millionen Vorrats-Festmeter (=Kubikmeter mit Rinde). Dies entspricht einem durchschnittlichen Hektarvorrat von 377 Vfm /ha, was deutlich über dem Bundesdurchschnitt ist. Die Werte der Durchschnittsvorräte variieren zwischen 345 (Staatswald) und 428 (Privatwald). Über alle Baumarten hat der Starkholzvorrat stark zugenommen und liegt bei 30%.    Der Holzzuwachs in Baden-Württemberg liegt auf einem hohen Niveau über alle Baumarten bei 12,3 Vfm/ha/a. Dieser Wert ist ein bundesweiter Spitzenwert. Die gesamte oberirdische Biomasse (nur lebende Bäume) des Gesamtwaldes von Baden-Württemberg beläuft sich auf 281,8 Millio.t. Dies entspricht einer Gesamtmenge von 517 Millio. t gebundenem CO2.


totholzTotholz

Naturnahe Wälder zeichnen sich unter anderem auch dadurch aus, dass ein Anteil der Bäume im Bestand absterben kann, um einer Vielzahl von Tieren, Pflanzen und Pilzen, die an oder im toten Holz leben, eine Lebensgrundlage zu bieten. Der durchschnittliche Totholzvorrat je Hektar für den Gesamtwald in Baden-Württemberg beträgt 28,8 Kubikmeter je Hektar und ist im Bundesvergleich der höchste Wert. Seit 2002 hat der Totholzvorrat um 2,5% zugekommen.

Quelle: ForstBW