Erwachsene im Kreis

Arbeitskreis selbständiger Waldpädagog:innen Baden-Württemberg

Die seit 1.1.2020 umgesetzte Forstreform in Baden-Württemberg und die damit verbundene Gesetzesänderung und die neue „Konzeption Waldpädagogik“ in den neuen Forststrukturen, bringen auch erhebliche Veränderungen im Bereich Waldpädagogik mit sich.

Als selbständige/r Waldpädagoge/in beschäftigt sicher auch Sie das Thema, wie Sie im Angesicht kostenfreier waldpädagogischer Bildungsangebote durch die AöR ForstBW / die Landesforstverwaltung künftig existenz– und konkurrenzfähig bleiben. Denn alle waldpädagogischen Bildungsangebote im Landes– und Kommunalwald sind seit dem 1.1.2020 für die Hauptzielgruppe Schulen kostenfrei. Sowohl die Forstbezirke im Staatswald als auch die Stadt- und Landkreise verfügen nunmehr über die bekannten Waldboxen, auch deren Nutzung im Rahmen von Waldpädagogikveranstaltungen ist kostenfrei. Personell wurde die Waldpädagogik durch Landesmittel sowohl in der AöR/ ForstBW als auch bei den Landkreisen gestärkt.

Sie als freiberufliche/r Waldpädagoge/in wie auch die SDW mit unseren WaldMobilen und sonstigen waldpädagogischen Angeboten stehen nun im Wettbewerb dazu. Die WaldMobil-Veranstaltungen werden zu einem Kostendeckungsbeitrag angeboten, sind aber größtenteils nicht kostenfrei für Schulen und Kindergärten als Hauptzielgruppe.

Um Sie in dieser Situation zu unterstützen und vor dem Hintergrund, dass man gemeinsam mehr erreicht, haben wir als SDW ein „Waldpädagogisches Netzwerk Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen, aus diesem ist am 25.10.2021 die "Arbeitsgemeinschaft selbständiger Waldpädagog*innen Baden-Württemberg" hervorgegangen.

Melden Sie sich bei uns, wenn Sie in der Arbeitsgemeinschaft mitgestalten wollen:

Frank Hoffmann
E-Mail: AKWaldpaedagogik(at)sdw-bw.de

Eine Liste im Netzwerk engagierter und freiberuflicher Waldpädagogen*innen finden Sie hier:

Erst Hilfe Schulung Outdoor

Von der Opferrolle zum Beteiligten

Trotz Regenwetter und 11 Grad trafen sich am 17.September 2022 17 Mitglieder und Interessierte des Arbeitskreises der selbstständigen Waldpädagog:innen Baden-Württemberg zu einer Erste-Hilfe-Outdoor-Schulung am Haus des Waldes in Stuttgart.
Helga Denu von den Johannitern verstand es in spielerischer Leichtigkeit uns mit den Notfällen, die uns tagtäglich im Wald und auch zuhause passieren können, vertraut zu machen. 
Durch erlebnispädagogische Elemente verinnerlichten wir schnell die erste Hilfe Maßnahmen. Z.B. versteckte Helga in einem Überraschungsei Schutzhandschuhe und Ei, der Begriff „Ei-genschutz“ war sofort in unseren Köpfen abgespeichert. 
Einige Teilnehmer spielten die Verletzten im Gelände und die Gruppe musste sich spontan dem Notfall stellen und erste Hilfe leisten. Wir lernten das Vorgehen bei einen Beinbruch, bei Herzinfarkt und das richtige Verhalten bei einem epileptischen Anfall. 
Helga vermittelte uns die  Inhalte sehr abwechslungsreich im Frontalunterricht, durch Einzelübungen und Kleingruppenarbeit.
Wir übten beim Schlagen auf ein Stuhlkissen, die richtige Kraft aufzuwenden, die wir beim Verschlucken von Gegenständen, auf den Rücken des Verletzens übertragen sollen.
Auch das richtige Verhalten bei Gewitter im Wald und im freien Feld waren für uns sehr wertvolle Informationen.
Den Verletzten von der Opferrolle zum Beteiligten machen, ihm wirklich zuzuhören, ihn um Mithilfe zu bitten und Trost zu spenden, waren für uns wichtige Informationen, die wir aus dieser lebendigen Schulung mitnehmen konnten. Die SDW bietet dem Arbeitskreis immer wieder die Möglichkeit, unterschiedliche Fortbildungen für uns anzubieten, was wir Selbständigen sehr zu schätzen wissen.
Vielen Dank der tollen Gruppe, Helga Denu und Nicole Fürmann. 

Silvia Arnold

Landesverbände
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