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SDW-Kreisverband Oberrheinische Waldfreunde

Kontakdaten:

Vorsitzender:

Prof. Robert Mürb

Andersen-Straße 7
76199 Karlsruhe

Telefon: 0721 / 884728
Telefax: 0721 / 882563
E-Mail: robert.muerb[at]web.de


Termine des Kreisverbandes 2020:

 

 


Der Bergwald ruft: Mit dem Pedelec auf Entdeckungstour in die Karlsruher Bergwälder: Vom Durlacher Bergwald nach Grünwettersbach

Mit dem Pedelec gehen wir auf Entdeckungstour in die Wälder zwischen Durlach und Grünwettersbach.

Infos:
Sa. 18.07.2020, 14:00 – 17:00 Uhr
Leitung: Ulrich Kienzler , Stellvertretender Vorsitzender der Oberrheinischen Waldfreunde e.V. und Amtsleiter im Städtischen Forstamt Karlsruhe.
Treffpunkt: Bushaltestelle „Max-Beckmann-Straße“ der Linie 26 in Durlach-Geigersberg
Alter ab: 16 Jahren; Exkursion mit dem Fahrrad, vorzugsweise Teilnahme mit dem Pedelec wegen der Steigungsstrecken.
Anmeldung: bis 10.07.2020 über die Waldpädagogik Karlsruhe:
E-Mail: waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de

 

Der Bergwald ruft: Mit dem Pedelec auf Entdeckungstour in die Karlsruher Bergwälder: Vom Turmberg nach Stupferich

Mit dem Pedelec gehen wir auf Entdeckungstour vom Turmberg in den Stupfericher Wald.

Infos:
Sa. 17.10.2020, 14:00 – 17:00 Uhr
Leitung: Ulrich Kienzler , Stellvertretender Vorsitzender der Oberrheinischen Waldfreunde e.V. und Amtsleiter im Städtischen Forstamt Karlsruhe.
Treffpunkt: Turmbergterrassen bei der Bergstation der Turmbergbahn
Alter ab: 16 Jahren; Exkursion mit dem Fahrrad, vorzugsweise Teilnahme mit dem Pedelec wegen der Steigungsstrecken.
Anmeldung: bis 09.10.2020 über die Waldpädagogik Karlsruhe:
E-Mail: waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de


Im Übrigen verweisen wir auf die zahlreichen Veranstaltungen im Jahresprogramm 2020 der Waldpädagogik Karlsruhe (www.waldpaedagogik-karlsruhe.de). Das Jahresmotto für 2020 lautet „Wald im Wandel“.


Rückblick auf das Jahr 2019

Das Jahr 2019 war für die Kreisgruppe gefüllt mit vielen Aktivitäten, Terminen und Stellungnahmen vor allem im Bereich von Stadt- und Landkreis Karlsruhe.
Große Besorgnis herrscht über den schlechten Zustand vieler Stadtbäume und der Wälder. Nach den weit überdurchschnittlich warmen und trockenen Jahren 2018 und 2019 sind die Schäden an Kiefern, Buchen und zahlreichen anderen Baumarten auch für Laien nicht mehr zu übersehen. Für extreme Betroffenheit sorgt der Klimawandel in den Wäldern der Hardt, der sich bis in die Wohngebiete der Waldstadt hinein erstreckt. Allein dort mussten in den Grünzügen über 800 Bäume gefällt werden. Aus Sicherheitsgründen waren durch das Gartenbauamt viele Wege gesperrt. Forstamt und Gartenbauamt haben laufend über den Waldzustand und die notwendigen Fällarbeiten informiert. Vor dem Hintergrund des Klimawandels setzen sich die Waldfreunde mit Nachdruck und mit Unterstützung anderer Initiativen für den Erhalt von Bäumen und für mehr Grün und mehr Bäume in der Stadt ein.
Symbolisch beteiligen sich die Waldfreunde an allen Baumpflanzaktionen in Karlsruhe und organisieren diese teilweise mit.
Leider ohne Erfolg blieben unsere Bemühungen, die vom Land beschlossene Forstreform an die besondere Situation der Lage und der Funktionen des Staatswaldes in Karlsruhe anzupassen. Wie die Stadt Karlsruhe, alle 25 Bürgervereine und zahlreiche andere bürgerschaftliche Initiativen sehen wir für Karlsruhe und seine Bürgerinnen und Bürger erhebliche Nachteile durch die Forstreform. Leider blieben alle Forderungen und Einwände vom Land unbeachtet. Die Forstreform mit der Trennung von Staats- und Kommunalwald wurde zum 1. Januar 2020 vollzogen. Die Waldfreunde betrachten die weitere Entwicklung mit Besorgnis, sind doch die für den Staatswald in Karlsruhe verantwortlichen Dienststellen weit weg in Waghäusel-Kirrlach und in Eppingen.
Weiterhin unterstützen wir die Waldpädagogik Karlsruhe als Gemeinschaftsprojekt von Stadt- und Landkreis Karlsruhe, ForstBW und der SDW. 800 Veranstaltungen waren wieder ein neuer Rekord! Aber auch in diesem wichtigen Bereich der Umweltbildung hinterlässt die Forstreform Spuren. Erfreulicherweise haben alle bisher am Projekt Beteiligten zugesichert, dass die bestens funktionierende Kooperation fortgesetzt werden soll.
Die Waldfreunde unterstützen zudem die Nachmittagsbetreuung an 3 Schulen in Karlsruhe im Rahmen einer Umwelt AG durch Beauftragte Umweltpädagoginnen und Umweltpädagogen.

Einige wichtige Aktivitäten im Überblick:
20. März 2019: Pflanzaktion im Rahmen der Aktion „Sparda-Kundenwald“ mit Bürgermeisterin Bettina Lisbach von der Stadt Karlsruhe und dem Forstamt. Gepflanzt wurden 1.500 Eichen, 500 Esskastanien und 400 Flatterulmen als Baum des Jahres 2019. Gleichzeitig Pflanzaktion zum Tag des Waldes.
19. Mai 2019: Beteiligung am Tag der offenen Tür von Forstamt und Waldpädagogik Karlsruhe beim Waldzentrum im Hardtwald
13. Juli 2019: Teilnahme von 3 Delegierten an der Delegiertenversammlung des Landesverbandes im Waldhaus Freiburg.
22. Oktober 2019: Teilnahme am Kreisumweltforum im Landkreis Karlsruhe mit den Hauptthemen Waldschäden, Umsetzung der Forstreform und Windpark Lußhardt.
29. November 2019: Teilnahme am Klimaforum der Stadt Karlsruhe.
7. Dezember 2019: Teilnahme an einer Aktion des städtischen Forstamtes zur Gewinnung und Verpflanzung von Eichen-Sämlingen im Oberwald.
Themen für Besprechungen und Stellungnahmen blieben weiterhin umfangreiche Hochwasserschutzprojekte des Landes wie der geplante Polder Bellenkopf/Rappenwört, der Hochwasserrückhalteraum Oberfüllbruch und der Hochwasserschutz an der Alb bei Ettlingen. Im Mittelpunkt stand bei der Polderplanung die weitere Forderung nach Minimierungsmaßnahmen zum Beispiel bei der Hermann-Schneider-Allee. Auch die Radwegplanung entlang der L 623 nach Grünwettersbach blieb auf der Agenda. Aus umweltpolitischen Gründen ist der Radwegbau sicher sinnvoll, aber bei der Ausführungsplanung fordern die Waldfreunde weiter landschaftsschonendere Detailplanungen.
In der aktuellen Diskussion um die Erhaltung von Stadtbäumen unterstützen die Waldfreunde die Position der Initiative „Unser Karlsruhe – lebenswert – nachhaltig – klimagerecht“ zur Verlegung des Standortes für das geplante „Forum Recht“ auf dem mit alten Bäumen bestandenen Gelände des Bundesgerichtshofes. Gefordert wird eine Verlagerung an die Ostseite des Schlossplatzes gegenüber des Bundesverfassungsgerichtes.
Um die Vielzahl der Aktivitäten und Stellungnahmen zu besprechen und zu organisieren, fanden 4 Vorstandssitzungen und die obligatorische Mitgliederversammlung statt.
Insgesamt wieder ein ereignisreiches und voll gepacktes Jahr ganz unter dem Eindruck der klimabedingten Baum- und Waldschäden. Der Blick geht jetzt in die Zukunft, weshalb wir uns aktiv in die Diskussionen um den klimaangepassten Waldumbau einbringen werden.
Große Trauer löste der Tod unserer langjährigen Schriftführerin, Frau Inge Fritz aus. Sie verstarb nach längerer Krankheit. Sie wird uns mit Ihrer freundlichen und fürsorglichen Art im Vorstand sehr fehlen. Der Vorsitzende, Prof. Robert Mürb hat in einem eindrucksvollen Nachruf Ihren Einsatz für die Waldfreunde über Jahrzehnte gewürdigt.
Der Dank der Mitgliederinnen und Mitglieder sowie des Vorstandes gilt dem unermüdlich arbeitenden Vorsitzenden, Prof. Robert Mürb.