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SDW-Kreisverband Oberrheinische Waldfreunde

Kontakdaten:

Vorsitzender:

Prof. Robert Mürb

Andersen-Straße 7
76199 Karlsruhe

Telefon: 0721 / 884728

E-Mail: kreisverband.karlsruhe@sdw-bw.de


Aktuelles:

 

Langlebige Holzprodukte schützen das Klima

Ein sogenannter "Klima-Stamm" am Grötzinger Baggersee Rundweg informiert, welche Auswirkungen auf das Klima unser täglicher Konsum hat. Auf dem 1,2 m³ Pappelstamm aus dem Karlsruher Stadtwald sind Infotafeln aus sechs Lebensbereichen, wie zum Beispiel Reisen, Fleischkonsum oder Kleidung angebracht. Der Stamm verdeutlicht die jeweils entsprechend anfallende CO2-Menge pro Person und Jahr. Michael Maurer, Forstwirtschaftsmeister bei der Stadt Karlsruhe und seine Kollegen haben den Klimastamm mit viel Engagement in ihrer Freizeit geschaffen. Die Informationstafeln, die von der SDW anlässlich der Klimakonferenz in Bonn 2017 entwickelt wurden, wurden an die Situation in Karlsruhe angepasst und von der SDW Kreisgruppe "Oberrheinische Waldfreunde" finanziert.


Baumpflanzung zum Tag des Baumes

Zum Tag des Baumes organisiert der Kreisverband Karlsruhe der SDW (Oberrheinische Waldfreunde e.V.) wieder die traditionelle Baumpflanzaktion.


Im Übrigen verweisen wir auf die zahlreichen Veranstaltungen im Jahresprogramm 2021 der Waldpädagogik Karlsruhe Die SDW ist neben ForstBW und den Stadt- und Landkreisen Karlsruhe Projektpartner der Waldpädagogik und lädt zu den Veranstaltungen ein. Das Jahresmotto der Waldpädagogik für 2021 lautet „Wald und Wasser“(www.waldpaedagogik-karlsruhe.de).


Rückblick auf das Jahr 2020

Die Aktivitäten der Kreisgruppe im Jahr 2020 war aufgrund der Corona-Pandemie gegenüber Normaljahren stark reduziert. Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen haben nicht stattgefunden. Die traditionelle Baumpflanzung aus Anlass des Tag des Baumes fand nur im kleinsten Kreis mit dem Vorsitzenden und Oberbürgermeister Dr. Mentrup statt. Gepflanzt wurden drei große Linden im Stadtzentrum. Dennoch gab es eine Reihe von Anlässen und Themen, zu denen die Waldfreunde Stellung bezogen haben, Stellungnahmen abgegeben haben oder sich beteiligt haben. Beispiele sind die Beteiligung bei der Abstimmung eines Konzeptes für die Waldanpassung des Stadtwaldes Karlsruhe an den Klimawandel, die Teilnahme an der Begleitgruppe für das Korridorthema Grüne Stadt Karlsruhe oder der Einsatz für einen alternativen, baumschonenden Standort für das beschlossene „Forum Recht“ in Karlsruhe. Wie bereits vor einem Jahr berichtet, kämpfen wir für die Erhaltung eines denkmalgeschützten historischen Parks um den Bundesgerichtshof, dem ehemaligen Palais des Großherzogs. Wir unterstützen damit die Position der von uns gegründeten Initiative „Unser Karlsruhe – lebenswert – nachhaltig – klimagerecht“ zur Verlegung des Standortes für das geplante „Forum Recht“.
Große Besorgnis herrscht weiterhin über den schlechten Zustand vieler Stadtbäume und der Wälder im dritten Trockenjahr in Folge. Vor dem Hintergrund des Klimawandels setzen sich die Waldfreunde mit Nachdruck und mit Unterstützung anderer Initiativen für den Erhalt von Bäumen und für mehr Grün und mehr Bäume in der Stadt ein. Zudem unterstützen und begrüßen die Waldfreunde bei den notwendigen Verkehrssicherungsmaßnahmen ein Vorgehen, das die Erhaltung von Bäumen anstrebt.
Zu Beginn des Jahres 2020 wurde ja die vom Land beschlossene Forstreform umgesetzt. Die unterschiedlichen Zuständigkeiten sind für die Bürgerschaft weiterhin nicht zu verstehen und führen zu vielen Unsicherheiten, Nachfragen und Abstimmungsprozessen. Nach wie vor halten wir diese teure Reform für nicht gelungen. Die Leitungen der zuständigen Forstbezirke sind bisher noch nicht auf die Waldfreunde zugekommen.
Weiterhin unterstützen wir die Waldpädagogik Karlsruhe. Es ist positiv, dass dieses Gemeinschaftsprojekt von Stadt- und Landkreis Karlsruhe, ForstBW und der SDW auch nach der Forstreform auf Basis einer neuen Kooperationsvereinbarung weitergeführt wird. Leider hat auch bei den waldpädagogischen Aktivitäten die Corona-Pandemie voll durchgeschlagen. Ab März sind die meisten gebuchten Veranstaltungen ausgefallen. Nach einer kurzen Zwischenzeit mit sehr großer Nachfrage bereitete der neue Lockdown allen Aktivitäten wieder ein Ende. Seit der Forstreform müssen die waldpädagogischen Bildungsangebote für Schulen kostenfrei angeboten werden. Das bedeutet für die Waldpädagogik Karlsruhe eine erhebliche Finanzierungslücke. Die Vergabe von Aufträgen an freiberuflich tätige Waldpädagogik ist damit zumindest in Frage gestellt. Wir unterstützen hier den Landesverband, dass diese freiberuflich tätigen Waldpädagog*innen weiter Verdienstmöglichkeiten erhalten, nachdem sie ja vielfach das vom Land angebotene und propagierte Waldpädagogik-Zertifikat erworben haben.
Die Waldfreunde unterstützen weiter die Nachmittagsbetreuung an Schulen in Karlsruhe im Rahmen einer Umwelt AG durch 4 beauftragte Umweltpädagoginnen und Umweltpädagogen. Das Projekt wird durch die Stadt Karlsruhe finanziert. Leider kam es auch hier zu Ausfällen.
Themen für Besprechungen und Stellungnahmen blieben weiterhin umfangreiche Hochwasserschutzprojekte des Landes wie der geplante Polder Bellenkopf/Rappenwört, die Sanierung des Hochwasserrückhalteraums Oberfüllbruch und der Hochwasserschutz an der Alb bei Ettlingen. Am 23.12.2020 wurde für den geplanten Polder der Planfeststellungbeschluss des Landratsamtes Karlsruhe übergeben. Die Waldfreunde sind nach wie vor der Meinung, dass Umweltbelange und Belange der Walderhaltung nicht ausreichend berücksichtigt sind. Beispiele sind die Beibehaltung der Spundwand um den Rappenwört, die Ablehnung einer Minimierung des Damms XV und die Ablehnung der Höherlegung der Hermann-Schneider-Allee. Es ist jetzt abzuwarten, ob gegen den Beschluss Klage eingereicht wird.
Aufgrund der Pandemie fanden nur 2 Vorstandssitzungen und die obligatorische Mitgliederversammlung statt.
Insgesamt ein ungewöhnliches Jahr ganz unter dem Eindruck der Corona-Pandemie und der klimabedingten Baum- und Waldschäden.
Der Dank der Mitgliederinnen und Mitglieder sowie des Vorstandes gilt dem landjährigen und äußerst aktiven Vorsitzenden, Prof. Robert Mürb.