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SDW-Kreisverband Biberach e.V.

Kontakdaten:

Vorsitzender:

Werner Gebele (Bürgermeister a.D.)

Finkenweg 12
88515 Langenenslingen

Telefon: 07376 / 9134
Telefax: 07376 / 9136
eMail: wgebele[at]t-online.de

 

Geschäftsführer:

Joachim Reis

Emanuel-Sulger-Straße 8
88499 Riedlingen-Neufra

Telefon: 07371 / 931826
eMail: joachimreis[at]gmx.de


Aktuelles aus dem Kreisverband:

großes Interesse an der Führung beim Bannwald in Dürrenwaldstetten

Waldschulen in Heiligkreuztal (Schneckenhaus) und Ochsenhausen (Fürstenwaldschule)

Die SDW Biberach betreibt zwei Waldschulen in Heiligkreuztal und Ochsenhausen, die  jährlich bis zu 3.000 Besucherinnen und Besucher (vor allem Kindergärten und Schulklassen) haben. Die fachliche Betreuung erfolgt durch Forstbeamtinnen und -beamte des Landkreises Biberach im Rahmen der Waldpädagogik. Für die Ausstattung sorgt die SDW Biberach.

Info: Terminvereinbarungen und Infos unter Tel.: 0172 /7453161; barbara.kneer(at)biberach.de


Den Wald im Landkreis Biberach kennen lernen

An zwei Terminen im Spätsommer 2018 können SDW-Mitglieder und sonstig Interessierte besondere Waldgebiete, die Themen Holzverarbeitung und Holzverwertung bei Waldspaziergängen und in holzverarbeitenden Betrieben unter fachlicher Betreuung kennen lernen.

Infos: Die Termine werden auf der Homepage bekanntgegeben.

Überschrift: Riedlinger Waldwurst Legendär gut ist die Waldwurst mit 40% Wildbretanteil, die der Kreisverband an seinem Stand auf dem Riedlinger Gallusmarkt und dem Christkindlesmarkt anbietet.

Infos: Gallusmarkt am 15.10.2018 Christkindlesmarkt am 08.12.2018


Aktivitäten des Kreisverbandes 2017:

Neben der Nutzung von Wäldern und der dazugehörenden Waldwirtschaft ist für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Kreisverband Biberach SDW BC), auch die Information über den Schutz besonderer Waldbereiche wichtig. Deswegen wurde zur Besichtigung des Naturschutzgebiets Wettenberger Ried bei Hochhof im LK BC  eingeladen. Der bisherige Kreisforstamtsleiter im Ruhestand, der in seiner Amtszeit wesentlich zur Ausweisung und Erhaltung dieses Schutzgebiets beigetragen hatte, führte fachkundig durch diesen Bereich. Das Wettenberger Ried entstand aus zwei  Gletscherseen der Risseiszeit vor rund 180.000 Jahren. Diese verlandeten im Laufe der Jahrtausende und es bildeten sich bis zu 3,80 m mächtige Hochmoore die im 19. Jahrhundert noch landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich genutzt wurden. Dazu waren intensive Entwässerungen notwendig die auch einen Torfabbau zur Gewinnung von Brennmaterial ermöglichten. Die dort aufgeforsteten Wälder entwickelten sich wegen des nassen Untergrunds nicht und hatten auch keinen standsicheren Halt. 1982 wurde daher der gesamte Bereich aus diesem Nutzungen herausgenommen und die Entwässerungsgräben verfüllt. Man begann mit einer Renaturierung mit dem Ziel den früheren Zustand wieder zu schaffen. Seit dieser Zeit findet keine landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Nutzung mehr statt und der Wald ist sich selbst überlassen Es bildete sich ein Urwald. Die Ried- und Moorbereiche haben sich zu einem natürlichen Biotop entwickelt. Auch stellte sich eine große Zahl seltener und gefährdeter Tiere und Pflanzen ein.  Wenn auch die Waldnutzung mit gesunden Waldbeständen wichtigstes Ziel bleiben soll so waren sich die Teilnehmer am Schluss der Begehung einig dass diese Unterschutzstellung und Umwandlung in einen nicht zur Holzgewinnung nutzbaren Wald richtig war.
Fichte ja oder nein? Dies war die Frage einer weiteren Aktion für Mitglieder und Nichtmitglieder vor Ort. Auslöser dafür war auch die Fichte als Baum des Jahres 2017. Der Leiter des Kreisforstamts BC informierte die Teilnehmer an zwei Versuchsflächen in Fichtenstandorten im Heiligkreuztaler Staatswald zur Frage "ist die Pflanzung von Fichten in unserem Bereich noch zu empfehlen?". Der Vororttermin begann mit einer  Besichtigung der "Waldschule Schneckenhaus" die von der SDW BC in Zusammenarbeit mit dem Landkreis BC betrieben wird. Nach einem geschichtlichen Rückblick über den Wald. zeigte der Forstamtsleiter an einer Karte von 1831 auf dass bei uns damals Birke, Erle, Aspe und Weide die Hauptbaumarten waren. Durch Rodungen und entsprechende Waldplanungen waren 1890 ca. 20-30 % des Laubholzes verschwunden. Er berichtete dass das Wachstum bei Fichten wesentlich durch den Bodenaufbau beeinflusst werde. Lehmböden und Staunässe verbunden mit Sauerstoffmangel würden auch die Standsicherheit der Fichte wesentlich beeinflussen. Die Rotfäule, die vor allem im Bereich der schwäbischen Alb auftritt, sei wichtig bei der Gesamtbeurteilung. Bei den beiden  Versuchsflächen werden über die Zahl der gepflanzten Fichten und die  Durchforstungen Erkenntnisse über eine geeignete und Ertrag bringende Bewirtschaftung gewonnen. Dabei sei das Ziel Fichten bis ca. 32 m hoch werden zu lassen mit einem Stammdurchmesser von ca. 54 cm. Wegen der besseren Standsicherheit sollen die Baumhöhen nicht darüber hinausgehen, wenn auch damit ein geringerer Stammdurchmesser hinzunehmen ist . Zusammenfassend sah er auch heute noch die Anpflanzung von Fichte auf geeigneten Standorten als richtig an. Dies sei aber immer der Risikobereitschaft des Waldbesitzers überlassen ob er diese pflanze. Eine Risikominderung könne weiterhin durch eine Vielfalt von Baumarten bei der Pflanzung erreicht werden. Zu Schluss wurden vom historischen "Hoh Michele Keltengrab" aus "Schadensbilder" eines vor Jahren durch Sturm und Hagel geschädigten Waldstücks erläutert.
Das wichtigste Vereinsziel der SDW BC war 2017 wieder die beiden Waldschulen  "Fürstenwaldschule" in Ochsenhausen und "Schneckenhaus" in Heiligkreuztal zu betreiben. Die Ausstattung ist Aufgabe der SDW BC und die fachliche Betreuung erfolgt durch die Forstverwaltung des Landkreises Biberach als Aufgabe der Waldpädagogik nach dem Waldgesetz. Bei 87 Führungen haben 1500 Teilnehmer, und damit etwas weniger als im Vorjahr, diese Einrichtungen besucht um sich mit dem Wald und seinen Funktionen und Aufgaben vertraut zu machen und ihn zu erleben.
Damit die Finanzierung der Waldschule möglich ist nimmt die SDW BC alljährlich mit eigenem Marktstand am Gallusmarkt und Weihnachtsmarkt in Riedlingen teil. Dort wurden eigens für die SDW BC hergestellte "Waldwürste" mit 40 % Wildbretanteil verkauft.
Die Kreisforstverwaltung Biberach hat am Krumbachweg, ein wichtiger Waldweg aber auch Erholungsweg für die Bevölkerung aus Ochsenhausen im Fürstenwald Ochsenhausen, eine Aufenthaltshütte grundlegend überholt. Da diese Hütte auch für die Waldschule genutzt wird hat sich die SDW BC daran mit einem finanziellen Zuschuss beteiligt. Außerdem wurde der Kreisforstverwaltung zugesagt in diesem Bereich Ersatzbäume zu pflanzen die für bisher nicht mehr standsichere Bäume vorgesehen sind sobald dies möglich ist.