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Deutsche Waldjugend e.V.

Kinder der Waldjugend sitzen am Lagerfeuer

Die Deutsche Waldjugend ist die Jugendorganisation der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Dennoch ist die Waldjugend (DWJ) ein eigenständiger Verband mit bundesweit 400 Horsten (Gruppen).

Im Mittelpunkt der Horste in der DWJ steht der Patenforst. Jeder Horst hat in der Nähe seines Heimatortes ein Waldstück, das er betreut. Im Patenforst führen die Waldläuferinnen und Waldläufer unter fachkundiger Anleitung des "Patenförsters" Arbeiten zur Erhaltung des Waldes durch. Dabei lernen sie neben der Pflanzen- und Tierwelt den richtigen Umgang mit Werkzeugen sowie die Notwendigkeit und richtige Durchführung forstwirtschaftlicher Maßnahmen kennen.

Neben der Arbeit im Wald wird dem gemeinsamen Musizieren große Bedeutung beigemessen. In den Heimrunden und bei Jugendlagern, Fahrten und Wanderungen wird viel gesungen und musiziert.

Die Waldjugend beschäftigt sich darüber hinaus mit Werken, Basteln, Tanz, Theater und Spiel. Auch das Erlernen des Jagdhornblasens wird in den Horten gepflegt. Viel Spaß bereiten auch die regelmäßig durchgeführten Fahrten, Wanderungen und Jugendlager.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.waldjugend.de.

 

Waldjugend Kappelrodeck

Waldhausbaustelle im Zuckerbergpark;

WaldhütteWas lange währt, wird endlich gut!“ Diese oft bewährte Sprichwort gilt auch für das neue Heim der Waldjugend Kappelrodeck. Schon seit Jahren sammeln die Waldläufer fleißig Geld für ihr am Zuckerberg geplantes Gruppenheim, das „Walderlebnishaus Kappelrodeck“. Eigentlich für so eine kleine Gruppe aus vorwiegend Jugendlichen eine Vision, die normalerweise kaum realisierbar scheint. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, lächelt Andreas Jakesch, der Leiter der Gruppe und freut sich nun auf die Realisierung. Mit viel Engagement wurden bereits die Versorgungsleitungen zum Bauplatz verlegt und das Gelände hergerichtet. 2018 konnten die Bodenplatten aus Beton gegossen werden. Über 50.000,-- € haben die Waldläufer bis heute für ihr Projekt eingeworben und damit eine solide Finanzierung auf die Beine gestellt. Jetzt gewinnt das Projekt an Fahrt und auch an Höhe.
Mitte 2018 hat der Gemeinderat die Übernahme des geplanten Schulungsraumes als „Naturkindergarten“ beschlossen. Zur Zeit nutzt die neue Kindergartengruppe noch den  Bauwagen der Waldjugend auf dem Gelände und soll nach Errichtung in den ursprünglich als Gruppenraum konzipierten Schulungsraum umziehen. Dieser kann dann nachmittags und am Wochenende von der Waldjugend kostenfrei genutzt werden. Die Waldjugend baut dafür zeitgleich mit den gesammelten Spenden die „Waldwerkstatt“, die dann tagsüber wiederum vom Kindergarten genutzt werden kann. Eine für alle Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit, die gleichzeitig die Gebäude belebt und optimal nutzt!
Seit Freitag stehen die Holzbauwände beider Gebäude, demnächst wird die Außendämmung angebracht, das Gründach angelegt und Fenster und Türen eingebaut. Danach folgt dann der Innenausbau, den die Waldjugend für ihren Teil weitgehend in Eigenleistung übernimmt. Noch in diesem Jahr sollen beide Gebäude in Betrieb gehen.

 

Viele Hände – schnelles Ende


Waldjugend

Kräftig angepackt haben etwa 20 Freiwillige am Samstag nachmittag im Kappelrodecker Hofackerteich. Dort waren die im Rahmen der Flurbereinigung 2014 durch die Waldjugend Kappelrodeck gesetzten Büsche prächtig gewachsen und wurden selektiv „auf Stock gesetzt“. Derartige Pflegemassnahmen sind im Pflegeplan für das Gebiet alle paar Jahre vorgesehen, damit das Wiesengelände nicht zuwächst.
Angeregt hatte die Aktion der Winzer Gebhardt Graf, der zusammen mit weiteren Weinbauern Hilfe und mehrere Schlepper zum Abtransport des Gehölzschnittes bereitstellte. Zusammen mit der Waldjugend konnte  so die gesamte Bachuferfläche gelichtet und aufkommendes Dornengestrüpp kräftig reduziert werden. Teilweise wurde an ausgesuchten Weiden ein Kopfweidenschnitt vorgenommen. Mit Motorsägen, Astscheren, Heppen und vor allem einem Schlepper mit Greifarm wurden mehrere Hängerladungen Astholz zusammengestellt und gleich zum Gemeindeschnittplatz gefahren.
Sichtlich erfreut zeigte sich der Leiter der Waldjugend, Andreas Jakesch über eine „sehr gelungene Gemeinschaftsleistung von Naturschützern und Winzern“. Das sei nicht überall so selbstverständlich und deswegen „einfach toll!“ Selbst eine dort zufällig vorbeikommende Familie packte spontan mit an. Ein weiterer Winzer stiftete spontan eine Kiste Kaltgetränke, die nach getaner Arbeit entsprechend schmeckte.
Der kleine Bachlauf mitten in den Reben im Hofackerteich entwickle sich immer mehr zu einem kleinen „Schatzkästlein“, was auch die zahlreichen Wanderer und  Erholungssuchenden bestätigen.  

 

Karpaten

Abenteuerliche Fahrt in die Karparten

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er viel erzählen! Besonders, wenn man abseits der üblichen Touristenrouten zu Fuß unterwegs ist und so Land und Leute hautnah und direkt erleben kann. Die Waldjugend Kappelrodeck hatte sich in diesem Sommer Siebenbürgen in Rumänien als Fahrtenziel vorgenommen. Zwei Wochen lang wanderten 8 Kappler Waldläufer mit kompletter Ausrüstung durch die Nationalparks Piatra Craiului und Bucegi Postavarul bei Brasov (dt: Kronstadt). Ziel einer solchen „Großfahrt“ ist es, in der Gruppe selbst seinen Weg zu finden. Deshalb wird auch jeweils erst vor Ort entschieden, wohin die Route führen soll und wo man übernachtet. Da muss viel improvisiert und in der Gruppe entschieden werden, dafür erlebt man deutlich mehr als im Pauschalurlaub. Nach langer Zugfahrt stiegen die Waldläufer von Zarnesti aus über Magura auf kleinen Schäferpfaden und durch steile Schluchten in die Berge des Burzenlandes, über die beweideten Almen in das Gebirge, mitten durch die noch von Hirten und ihren Hunden bewachten Herden, übernachteten teilweise in urtümlichen Wäldern in denen noch Bären und Wölfe leben oder fanden Unterkunft im Garten von Dorfbewohnern. Mit dem Bus ging es nach Rasnov (dt: Rosenau) mit Besichtigung der Festung, der (deutschen) Evangelischen Kirche und der orthodoxen Kathedrale. Zu Fuß führte der Weg weiter bis nach Predeal und wieder zurück nach Zarnesti. Dort erlebten die Waldläufer noch einen traditionellen Trachtenumzug, wurden in einen orthodoxen Gottesdienst eingeladen und fanden einen kleinen Bauernmarkt, auf dem einheimische Erzeuger unbekannte, aber leckere, Käsesorten anboten. Schließlich blieb sogar noch Zeit und Geld für eine Übernachtung in Brasov. Die Altstadt ist weitgehend saniert und  zu Recht der Stolz der Einwohner, auch die dortige Synagoge konnte besichtigt werden. „Rumänien ist ein unglaublich schönes Land mit ebenso gastfreundlichen und hilfsbereiten Bewohnern,“ schwärmt Vera Jakesch, die die Idee zu dieser Fahrt hatte.  „Hier ist vieles noch ursprünglicher, manchmal hatten wir das Gefühl, eine Reise in die Vergangenheit zu erleben. Wo sonst sieht man noch Hirten bei ihren Herden oder Menschen, die mit Handsensen Heu machen oder mit Pferdewagen fahren? Das alles hat bei uns einen tiefen und angenehmen Eindruck hinterlassen!“ Da wird wohl bei den künftigen Treffen noch viel zu erzählen sein!