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Deutsche Waldjugend e.V.

Kinder der Waldjugend sitzen am Lagerfeuer

Die Deutsche Waldjugend ist die Jugendorganisation der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Dennoch ist die Waldjugend (DWJ) ein eigenständiger Verband mit bundesweit 400 Horsten (Gruppen).

Im Mittelpunkt der Horste in der DWJ steht der Patenforst. Jeder Horst hat in der Nähe seines Heimatortes ein Waldstück, das er betreut. Im Patenforst führen die Waldläuferinnen und Waldläufer unter fachkundiger Anleitung des "Patenförsters" Arbeiten zur Erhaltung des Waldes durch. Dabei lernen sie neben der Pflanzen- und Tierwelt den richtigen Umgang mit Werkzeugen sowie die Notwendigkeit und richtige Durchführung forstwirtschaftlicher Maßnahmen kennen.

Neben der Arbeit im Wald wird dem gemeinsamen Musizieren große Bedeutung beigemessen. In den Heimrunden und bei Jugendlagern, Fahrten und Wanderungen wird viel gesungen und musiziert.

Die Waldjugend beschäftigt sich darüber hinaus mit Werken, Basteln, Tanz, Theater und Spiel. Auch das Erlernen des Jagdhornblasens wird in den Horten gepflegt. Viel Spaß bereiten auch die regelmäßig durchgeführten Fahrten, Wanderungen und Jugendlager.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.waldjugend.de.

 

Waldjugend Kappelrodeck

Viele Hände – schnelles Ende


Waldjugend

Kräftig angepackt haben etwa 20 Freiwillige am Samstag nachmittag im Kappelrodecker Hofackerteich. Dort waren die im Rahmen der Flurbereinigung 2014 durch die Waldjugend Kappelrodeck gesetzten Büsche prächtig gewachsen und wurden selektiv „auf Stock gesetzt“. Derartige Pflegemassnahmen sind im Pflegeplan für das Gebiet alle paar Jahre vorgesehen, damit das Wiesengelände nicht zuwächst.
Angeregt hatte die Aktion der Winzer Gebhardt Graf, der zusammen mit weiteren Weinbauern Hilfe und mehrere Schlepper zum Abtransport des Gehölzschnittes bereitstellte. Zusammen mit der Waldjugend konnte  so die gesamte Bachuferfläche gelichtet und aufkommendes Dornengestrüpp kräftig reduziert werden. Teilweise wurde an ausgesuchten Weiden ein Kopfweidenschnitt vorgenommen. Mit Motorsägen, Astscheren, Heppen und vor allem einem Schlepper mit Greifarm wurden mehrere Hängerladungen Astholz zusammengestellt und gleich zum Gemeindeschnittplatz gefahren.
Sichtlich erfreut zeigte sich der Leiter der Waldjugend, Andreas Jakesch über eine „sehr gelungene Gemeinschaftsleistung von Naturschützern und Winzern“. Das sei nicht überall so selbstverständlich und deswegen „einfach toll!“ Selbst eine dort zufällig vorbeikommende Familie packte spontan mit an. Ein weiterer Winzer stiftete spontan eine Kiste Kaltgetränke, die nach getaner Arbeit entsprechend schmeckte.
Der kleine Bachlauf mitten in den Reben im Hofackerteich entwickle sich immer mehr zu einem kleinen „Schatzkästlein“, was auch die zahlreichen Wanderer und  Erholungssuchenden bestätigen.  

 

Karpaten

Abenteuerliche Fahrt in die Karparten

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er viel erzählen! Besonders, wenn man abseits der üblichen Touristenrouten zu Fuß unterwegs ist und so Land und Leute hautnah und direkt erleben kann. Die Waldjugend Kappelrodeck hatte sich in diesem Sommer Siebenbürgen in Rumänien als Fahrtenziel vorgenommen. Zwei Wochen lang wanderten 8 Kappler Waldläufer mit kompletter Ausrüstung durch die Nationalparks Piatra Craiului und Bucegi Postavarul bei Brasov (dt: Kronstadt). Ziel einer solchen „Großfahrt“ ist es, in der Gruppe selbst seinen Weg zu finden. Deshalb wird auch jeweils erst vor Ort entschieden, wohin die Route führen soll und wo man übernachtet. Da muss viel improvisiert und in der Gruppe entschieden werden, dafür erlebt man deutlich mehr als im Pauschalurlaub. Nach langer Zugfahrt stiegen die Waldläufer von Zarnesti aus über Magura auf kleinen Schäferpfaden und durch steile Schluchten in die Berge des Burzenlandes, über die beweideten Almen in das Gebirge, mitten durch die noch von Hirten und ihren Hunden bewachten Herden, übernachteten teilweise in urtümlichen Wäldern in denen noch Bären und Wölfe leben oder fanden Unterkunft im Garten von Dorfbewohnern. Mit dem Bus ging es nach Rasnov (dt: Rosenau) mit Besichtigung der Festung, der (deutschen) Evangelischen Kirche und der orthodoxen Kathedrale. Zu Fuß führte der Weg weiter bis nach Predeal und wieder zurück nach Zarnesti. Dort erlebten die Waldläufer noch einen traditionellen Trachtenumzug, wurden in einen orthodoxen Gottesdienst eingeladen und fanden einen kleinen Bauernmarkt, auf dem einheimische Erzeuger unbekannte, aber leckere, Käsesorten anboten. Schließlich blieb sogar noch Zeit und Geld für eine Übernachtung in Brasov. Die Altstadt ist weitgehend saniert und  zu Recht der Stolz der Einwohner, auch die dortige Synagoge konnte besichtigt werden. „Rumänien ist ein unglaublich schönes Land mit ebenso gastfreundlichen und hilfsbereiten Bewohnern,“ schwärmt Vera Jakesch, die die Idee zu dieser Fahrt hatte.  „Hier ist vieles noch ursprünglicher, manchmal hatten wir das Gefühl, eine Reise in die Vergangenheit zu erleben. Wo sonst sieht man noch Hirten bei ihren Herden oder Menschen, die mit Handsensen Heu machen oder mit Pferdewagen fahren? Das alles hat bei uns einen tiefen und angenehmen Eindruck hinterlassen!“ Da wird wohl bei den künftigen Treffen noch viel zu erzählen sein!

 

Ferieneinsatz im Schwäbischen Wald

Ferienzeiten sind für die Kappelrodecker Waldjugend immer auch Gelegenheiten, sich für den Wald einzusetzen. In den Pfingstferien waren diesmal einige der Jugendlichen mit Freunden aus Kirchberg an der Jagst und Eschenbach aus der Oberpfalz auf der Schwäbischen Alb bei Böttingen im Einsatz. 4 Tage lang lebten die Jugendlichen in einem uralten Bauernhof und arbeiteten freiwillig bei zwei Förstern im Wald. Den Kontakt bekamen die Waldläufer durch ein großes Überbündisches Treffen im letzten Jahr, bei dem die Waldjugend schon damals einen kleinen Forsteinsatz durchführte. Die damalige Arbeit begeisterte die Forstleute und so erhielten die Kappler die Einladung „gegen Kost und Logis“ wiederzukommen. Auf einer großen Lotharfläche wurden über 300 Verbissschutzhüllen kontrolliert und angepasst, damit die dort gepflanzten Douglasien optimale Wachstumsbedingungen erhalten. Tannen erhielten bei Bedarf einen Pflegeschnitt und Verbissschutz. In einer anderen Fläche wurden die kleinen Bäume freigeschnitten und direkt an der Albkante wurden Lärchen mit selbsthergestellten Pflöcken gegen Schneebruch gesichert. Außerdem wurden einige kleinere Flächen zum Nachpflanzen beräumt. So kamen schnell rund 250 Arbeitsstunden zusammen. Die beteiligten Forstleute waren begeistert von der Arbeitsleistung der Jugendlichen: „Wo sonst engagieren sich Jugendliche in ihrer Freizeit so toll für den Wald?“  Kein Wunder, dass beide Förster sich eine Wiederholung solcher Aktionen wünschten und die Teilnehmer im nächste Jahr wieder gerne begrüßen würden. Ein Wunsch, den „Einsatzleiter“ Andreas Jakesch gerne in die Planung aufnehmen wird!