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SDW-Kreisverband Oberrheinische Waldfreunde

Kontakdaten:

Vorsitzender:

Prof. Robert Mürb

Andersen-Straße 7
76199 Karlsruhe

Telefon: 0721 / 884728
Telefax: 0721 / 882563
E-Mail: robert.muerb[at]web.de


Aktuelles aus dem Kreisverband:

NaturRADtour durch den Karlsruher Osten

Vom Waldzentrum im Hardtwald aus radeln wir mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Oberrheinischen Waldfreunde e.V. und Forstamtsleiter Ulrich Kienzler los und lernen dabei die Wälder im Osten der Stadt kennen.

Infos: Sa. 18.08.2018; 14:00 – 17:00 Uhr

Treffpunkt: Waldzentrum Karlsruhe, Linkenheimer Allee 10, 76131 Karlsruhe

Alter ab: 16 Jahren (Streckenlänge ca. 25 km)

Anmeldung: bis 10.08.2018 über die Waldpädagogik Karlsruhe (www.waldpaedagogik-karlsruhe.de)


Im Übrigen verweisen wir auf zahlreiche weitere Veranstaltungen im Jahresprogramm 2018 der Waldpädagogik Karlsruhe (www.waldpaedagogik-karlsruhe.de)

Neue Attraktion am Waldzentrum: Die Waldkugelbahn


Seit 2017  ist die von Martin Kurz (Projektleiter der Waldpädagogik Karlsruhe) geplante und mit Unterstützung der Mitarbeitenden im Freiwilligendienst (BFD und FÖJ) fertiggestellte  Waldkugelbahn im Einsatz. Diese wird bei öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt, bei denen sich die Waldpädagogik Karlsruhe präsentiert.
Um die Holzkugel nicht in eine Sackgasse zu schicken, müssen die Nutzenden an jeder Weggabelung  eine Frage richtig beantworten, die den Weg zur nächsten Gabelung weist.
Je nach Art der Veranstaltung und Zielgruppe können die Fragen modifiziert werden.
Die Kugelbahn hat sich von Anfang an als echter Publikumsmagnet erwiesen und wird von Kindern, Familien und Erwachsenen gleichermaßen genutzt.


Aktivitäten des Kreisverbandes in 2017

Das Jahr 2017 war geprägt von vielen Aktivitäten und Stellungnahmen im Rahmen laufender Projekte vor allem im Bereich der Stadt Karlsruhe. Zudem waren die Waldfreunde eingebunden in den Prozess der Forsteinrichtungserneuerung im Staats- und Stadtwald auf Karlsruher Gemarkung. Weiter wird die Waldpädagogik Karlsruhe als Gemeinschaftsprojekt von Stadt- und Landkreis Karlsruhe, ForstBW und der SDW unterstützt. Im Blickpunkt steht die Zukunft der Waldfreunde als Kreisgruppe der SDW. Das Bemühen um neue Mitglieder gestaltet sich sehr schwierig. Vertieft wurde die Zusammenarbeit mit den Hardtwaldfreunden e.V. in Karlsruhe, die sich insbesondere um den Schutz und Erhalt dieses großen Staatswaldes kümmern. Im Folgenden sind die wichtigsten Aktivitäten im Überblick zusammengefasst:

Stellungnahmen als Träger öffentlicher Belange:

• Zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe: die Waldfreunde sprachen sich für die Herausnahme aller Waldflächen und wichtiger Kleingartenanlagen als mögliches Bauland aus. Unter anderem sollten 3 große Kleingartenanlagen mit mehreren 100 Gärten für den Wohnungsbau vorgeschlagen werden. Zusammen mit anderen Gruppierungen ist es gelungen, den Gemeinderat vom weitestgehenden Erhalt des Waldes und der Kleingärten zu überzeugen. Die Stadt wird diese Flächen nicht für eine Bebauung vorschlagen.

• Breiten Raum in der Arbeit nahmen Stellungnahmen und Gespräche mit Politikerinnen und Politikern und dem Vorhabensträger (Land Baden-Württemberg) über den geplanten Retentionsraum Bellenkopf/Rappenwört zum Hochwasserschutz am Rhein ein. In diesem Bereich sind enorme Eingriffe in Natur, Wälder und Landschaft vorgesehen. Die Waldfreunde kämpfen vor allem gegen die Höherlegung einer Erschließungsstraße (Hermann-Schneider-Allee) um 2,10 Meter und gegen den Bau einer bis zu 4 m hohen und 1400 m langen Spundwand im Rheinauenwald Rappenwört. Dazu haben wir ein eindrucksvolles Modell in Form eines mit Stoff bespannten Gerüstes aufgestellt und an Ort und Stelle eine Pressenkonferenz abgehalten. Der Kampf gegen diese massiven Eingriffe in Wald und Landschaft geht weiter.

• Ebenso haben sich die Waldfreunde mit den übrigen Umweltverbänden gegen die aktuelle Planung einer zweiten Rheinbrücke ausgesprochen. Die angekündigte Klage der Umweltverbände wird ideell unterstützt.

Aktion Baum des Jahres:

Nachdem 2017 die Fichte zum „Baum des Jahres“ gewählt worden war, aber die Fichte we-der im Karlsruher Stadtgebiet noch im Karlsruher Wald für die Pflanzung geeignet ist, pflanzten wir am 20. März zum Tag des Baumes zusammen mit Bürgermeister Michael Obert fünf Bäume verschiedener Arten, die auch bei veränderten klimatischen Bedingungen als Stadtbäume geeignet sein sollen. Sie sind nun Teil eines Naturlehrpfades in der Kleingartenanlage „Am Reitschulschlag“. Bei dieser öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung konnten wir in den Redebeiträgen auf die große Bedeutung der Kleingärten für Klimaschutz und Erholung aufmerksam machen. Unterstützt durch die Berichterstattung in den Medien ist es gelungen auf den Gemeinderat einzuwirken, damit sich dieser gegen eine Bebauung von Kleingartenanlagen ausspricht. 

Pflanzaktion Apfelbaum im Luther-Jubiläumsjahr

"Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, dann würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen". Dieses Martin Luther zugeschriebene Zitat war Anlass für die Schutz-gemeinschaft Deutscher Wald (SDW), zum 500. Jubiläum der Reformation, in ganz Deutschland viele neue Apfelbäume zu setzen. Am 31. Oktober, dem Reformationstag, pflanzten wir vor der Katholischen Stadtkirche St. Stephan im Zentrum von Karlsruhe, zusammen mit den katholischen und evangelischen Dekanen, zahlreichen Gemeindemitgliedern sowie dem kompletten Vorstand der Waldfreunde einen stattlichen Apfelbaum. Auch diese Veranstaltung fand in den Medien und in der Öffentlichkeit gute Resonanz. Die kleine Informationstafel des SDW erinnert an den Anlass der Pflanzung.

Waldpädagogik Karlsruhe

Die Waldfreunde beglückwünschten alle Akteure in der Waldpädagogik für die erfolgreiche und sehr engagierte Arbeit. 2017 war wieder ein Rekordjahr mit mehr als 760 Veranstaltungen! Der Vorsitzende bedankte sich in seinem Weihnachtsgruß für diese Arbeit. Die Waldpädagogik ist damit zentraler Bestandteil des Karlsruher Netzwerks für Natur- und Umweltbildung, das 2017 gegründet wurde. Die Waldfreunde waren bei der Gründungsveranstaltung dabei.

Weitere Aktivitäten:

• Gespräche mit Oberbürgermeister und Vertreterinnen/Vertretern des Gemeinderates über die Fortschreibung des Flächennutzungs- und des Landschaftsplan; diese fanden z.T. bilateral, z.T. im Kreis weiterer Naturschutzverbände statt.

• Teilnahme und Mitwirkung im Kreisumweltforum des Landkreises Karlsruhe.

• Vorführung von Flugdrohnen zu Einsatzmöglichkeiten im Wald; organisiert von der AG Wald Baden-Württemberg e.V., in welcher der Landesverband der SDW Mitglied ist. Partner und Hauptakteur bei der sehr informativen und gut besuchten Veranstaltung beim Waldzentrum im Hardtwald war die Geoökologische Fakultät des KIT.

• Zur Forsteinrichtungserneuerung im Staats- und Stadtwald Karlsruhe erhielten die Wald- und Naturschutzverbände – darunter auch die Waldfreunde - in mehreren Ver-anstaltungen die Möglichkeit, das komplexe Verfahren kennen zu lernen sowie Fra-gen, Ideen und Vorschläge einzubringen und zu diskutieren. Bereits Anfang 2018 wurden dann den Verbänden die Ergebnisse für den Staatswald vorgestellt. Sie zei-gen, dass sich der Mitgestaltungsprozess gelohnt hat.

• Aktion „Wer findet den dicksten Baum im Karlsruher Wald“ zusammen mit dem städtischen Forstamt: dabei waren die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, den dicksten Baum in den Karlsruher Wäldern zu finden und vorzuschlagen. Leider war die Beteili-gung nicht sehr hoch, dennoch wird im Frühjahr 2018 die Aktion beendet und der dickste Baum „gekürt“.

• Die Auswirkungen der geplanten Forstneuorganisation zum 1. Juli 2019 als Folge des Kartellrechtsverfahrens beim Forst werden von den Waldfreunden extrem negativ beurteilt. Die Trennung der Bewirtschaftung von Staats- und Stadtwald führt zu un-übersichtlichen Mehrfachzuständigkeiten auf der gleichen Fläche, zu Mehraufwand und im Staatswald zu einer größeren Distanz zum Bürger. Zudem sind die Waldpä-dagogik und das Waldzentrum im Hardtwald mittlerweile unverzichtbare Einrichtungen in der Stadt, die nicht gefährdet werden dürfen. Die Waldfreunde setzen sich dafür ein, dass wie bisher das städtische Forstamt die Zuständigkeit im gesamten Karlsruher Wald behält. Um die Vielzahl der Aktivitäten zu besprechen und zu organisieren, fanden 5 Vorstandssit-zungen und die Mitgliederversammlung statt.