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SDW-Kreisverband Main-Tauber e.V.

Kontakdaten:

Vorsitzender:

Tobias Hornung

kreisverband.main-tauber@sdw-bw.de

 

Stellvertretende Vorsitzende:

Dr. Gerhild Bau


Angebote des Kreisverbandes 2022

Fränkische Nachrichten vom 9.5.2022 VON HEIKE VON BRANDENSTEIN

© HEIKE VON BRANDENSTEIN
Der selten gewordene Kuckuck ruft aus der Ferne, Maiglöckchen verströmen ihren betörenden Duft. Eine wahre Idylle tut sich rund um die Stammberghütte auf, an der die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald jetzt ihr Arboretum eröffnete.

Wie eine Linde aussieht und blüht, welche Struktur ein Buchenstamm aufweist und an welchem Charakteristika ein Eichenblatt zu erkennen ist, wusste früher nahezu jedes Kind. Der Kreisverband Main-Tauber der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald will dieses Wissen wieder aufblühen lassen. Mit seinem 3000 Quadratmeter großen Arboretum unterhalb der Stammberghütte hat er ein Areal geschaffen, auf dem sich Interessierte anhand von erklärenden Tafeln ein Bild von der Vielfalt der Bäume und ihren Eigenschaften machen können. Am Samstag wurde dieser frei zugängliche neue Schau- und Erlebnisgarten eröffnet.

Das erste Arboretum wurde bereits 1985 auf einem Streifen rechts hinter und unterhalb der Stammberghütte gepflanzt, informierte Tobias Hornung, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Main-Tauber. Bürgermeisterin Anette Schmidt erinnert sich noch gut daran.

Damals habe es noch einen Jägerzaun rund um das Gelände gegeben, sagte sie in ihrem Grußwort. Als Kind sei sie dort häufig mit ihren Eltern spazieren gegangen, habe interessiert die erklärenden Schilder gelesen und so ihr Wissen über die Baumvielfalt erlangt. „Das ist ein tolles und wertvolles Projekt für die Stadt und für die Kinder, denn sie werden für die Natur aber auch für den Klimawandel sensibilisiert“, meinte sie. Deshalb sei es ihr eine Freude, die von Herzen komme, dass dieses Projekt auf die Beine gestellt wurde.

Aufgrund des Erlentriebsterbens sei das Gebiet unterhalb der Stammberghütte 2018 und 2019 gerodet worden, erläuterte Tobias Hornung. Daraufhin sei die Idee zu einem neuen Arboretum entstanden. Die Stadt habe letztlich 3000 Quadratmeter Fläche aus ihrem Wirtschaftswald herausgenommen, um der Idee Flügel zu verleihen. Nach erheblichen Vorbereitungsarbeiten und Planungen wurden 30 Großbäume in Löcher von einem Quadratmeter gepflanzt. „30 Kubikmeter Erde wurden mit der Hand zugeschaufelt“, beschreibt Hornung die ehrenamtlich geleistete Knochenarbeit. Auch die Kinder des Waldkindergartens hätten mit Hand angelegt. „Wir hatten Helfer:innen von 3- bis 80-Jährigen“, so der Kreisvorsitzende.

Da der Straßenverkehr von der L 504 bergseits die Idylle störte, realisierten Tobias Hornung und Forstrevierleiter Jochen Hellmuth eine gemeinsam entwickelte Schallschutzidee. Sie pflanzten 250 Atlaszedern, die der Trockenheit recht gut trotzen und als Randsaum zur Straße 200 Heckenpflanzen, die Vögeln das Brüten ermöglichen.

Das eigentliche Arboretum, das von der natürlichen Lärmbarriere mit einem Zaun getrennt ist, weist unterschiedliche Zonen auf: Trockenwald- und Schluchtwaldgehölze, Obstgehölze, gebietsfremde Arten wie die amerikanische Roteiche oder die Robinie sowie Nadelbaum-arten. Genaueres über die einzelnen Bäume ist auf den erläuternden Schildern zu erfahren, die Blätter, Blüten, Früchte und den wirtschaftliche Nutzen erläutern.

Weil ein Arboretum nicht jeden Tag eröffnet wird, ließ es sich Hermann Eberhardt vom baden-württembergischen Vorstand der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald nicht nehmen, persönlich dabei zu sein. Dafür hatte er gern den dreistündigen Weg von der Schwäbischen Alb in den hohen Norden des Landes auf sich genommen, wie er sagte. „Die Arbeit vor Ort kann nicht hoch genug geschätzt werden“, lobte er das Engagement im Main-Tauber-Kreis.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald habe sich vor 75 Jahren gegründet und die Aufforstung nach dem Zweiten Weltkrieg in die Hand genommen, erläuterte er das ursprüngliche Ansinnen des Vereins. „Die Gesellschaft hat sich immer weiter vom Wald und von der Natur entfremdet“, so Eberhardt. Deshalb fördere und initiiere die Schutzgemeinschaft seit Jahren waldpädagogische Projekte. „Wir erreichen jährlich 5000 bis 8000 Kinder mit unseren WaldMobilen“, so Eberhardt.

Im Rahmen der Eröffnung des Arboretums wurden auch Gründungsmitglieder des Kreisverbands Main-Tauber der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald geehrt, der 1984 ins Leben gerufen wurde. Bernhard Väth, einziger Nicht-Jäger unter den Geehrten, setzt sich für Schulprojekte ein, hat die Waldjugendspiele entwickelt und trägt zum Schutz der Küchenschellen in Hochhausen bei. Wolfgang Freund hat einen Waldlehrpfad mit Schülern initiiert und verfügt als Jäger und Kreisjagdehrenmeister über großes Fachwissen.

Markus Gurrath weist ein hohes Wissen rund um den Naturschutz auf. Sein Spezialgebiet ist die Ornithologie. Als Vorstandsmitglied der ersten Stunde sei er immer zur Stelle. Wolfgang Bau unterstütze den Verein durch sein juristisches Fachwissen, so Eberhardt. Auch in praktischen Dingen sei er ein Mann der Tat. Er engagiere sich seit Gründung des Kreisverbands im Beirat und fördere den Verein nach Kräften. Sie alle erhielten die Silberne Ehrennadel.

Die höchste Auszeichnung bekam Dr. Gerhild Bau. Seit Gründung ist sie stellvertretende Vorsitzende und hat den Kreisverband in Interimszeiten sicher geführt. In dieser Rolle hat sie sich gegen den Ausbau von Windenergieanlagen in den Wäldern des Main-Tauber-Kreises stark gemacht. Dieser Einsatz sei auch in Stuttgart wahrgenommen worden, so Eberhardt. Der Eröffnung des Arboretums wird am Mittwoch, 27. Juli, die Einweihung des Biodiversitätslehrpfads an der Stammberghütte, der auch durch das Aboretum führen wird, folgen.

Info: Ein Video zum Thema finden Sie unter www.fnweb.de sowie auf dem youtube-Kanal der FN.

© SANDRA STRAMBACE
Heike von Brandenstein Redaktion Zuständig für die Kreisberichterstattung Main-Tauber

 


Tag des Baumes

Am Montag, den 25. April 2022 war der Tag des Baumes in Deutschland zum 70. mal. Anlässlich dieses Ereignisses pflanzte der Kreisverband Main – Tauber der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zusammen mit dem Waldkindergarten „Kinderwald“ in Tauberbischofsheim eine Rotbuche.

Herr Baumann, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Tauberbischofsheim, sowie Herr Hellmuth, Förster des städtischen Reviers nahmen an der Baumpflanzung teil und freuten sich über die Beiträge der Kinder. Beide unterstrichen in ihren Grußworten die Wichtigkeit über das Pflanzen von Bäumen, sowie das Beteiligen von Kindern an solchen Ereignissen.
Die Rotbuche ist in diesem Jahr der Baum des Jahres. Jedes Jahr wird eine Baumart ausgewählt, auf die dann besonders aufmerksam gemacht wird
Durch die trockenen Sommer der vergangenen Jahre wurde sie in Mitleidenschaft gezogen und viele Buchen wurden wegen den Trockenschäden gefällt.
Als besonders wertvoller Baum in unseren Wäldern dient er auch dem Ökosystem in vielseitiger Hinsicht. Unzählige Insekten und Vögel finden hier Nahrung, - Nist – und Versteckmöglichkeiten.
Die Kinder des Kindergartens wussten auf Anfrage des Vorsitzenden des Kreisverbands der SDW, Herrn Hornung, was ein Baum zum wachsen braucht und warum der Baum für uns Menschen so wichtig ist. Eine 200 jährige Buche versorgt 10 Menschen täglich mit Sauerstoff.
Durch das Holz der Bäume hat sich unsere ganze menschliche Evolution entwickelt: Vom Feuer als Wärmequelle bis zum Kochen von Nahrung, Jagdinstrumente, Häuser, Schiffe, Brücken, Möbel, ja sogar unsere Schrift beruht auf die Nutzung von Holz. Papier und der Buchstabe oder das Buch verraten schon die Gemeinsamkeit mit der Buche.
Die Kinder wünschten der Buche Sonne, Regen und gesundes Wachstum und versprachen sich um ihn zu kümmern, wenn es nicht genügend regnet. Zum Schluss sangen alle noch ein Lied über den Baum des Lebens.


 

Ausflug zur Greifvogelauffangstation

 

Vereinsausflug für Mitglieder und Nichtmitglieder nach Klingenberg am Main zu einer Greifvogelauffangstation. Nach Informationen, Führung und Besichtigung der Station und deren Tieren besteht noch die Möglichkeit einer geführten Wanderung durch die Klingenberger Schlucht mit interessanten Details zu deren Entstehung. Anschließend Einkehr in ein Lokal.

 

Infos:

Termin: Mai / Juni 2022 – genauer Termin wird auf der homepage bekannt gegeben

Ort: Klingenberg am Main

Kosten: noch nicht bekannt, ggf. wird ein Bus organisiert

Alter: alle

Anmeldung: kreisverband.main-tauber@sdw-bw.de

 


 

Kinderferienprogramm

 

Der Kreisverband Main - Tauber richtet auch in diesem Jahr wieder ein Ferienprogramm für Kinder aus. Eine spannende und lehrreiche Wanderung durch den Wald, ein anschließendes Lagerfeuer und leckere heimische, gegrillte selbstgemachte Wildwürstchen werden den Tag zu einem echten Erlebnis machen.

 

Infos:

Termin: September 2022

Treffpunkt: Tauberbischofsheim

Kosten: Keine

Alter: ab 5 Jahren

Anmeldung: Zu gegebenem Zeitpunkt bei der Stadt Tauberbischofsheim im Familienbüro

 


Exkursion durch das Arboretum

 

Exkursion durch das neue und alte Arboretum, Wanderung durch den Biodiversitätslehrpfad, Wanderung durch den Obstbaumlehrpfad etc.

 

Infos:

Termin: wird auf der homepage bekannt gegeben und auf Anfrage

Ort: Tauberbischofsheim

Kosten: Spende

Alter: alle

Anmeldung: kreisverband.main-tauber@sdw-bw.de

 


 

Exkursion durch den Wald

 

Für Schulklassen oder Kindergartengruppen besteht auf Anfrage die Möglichkeit, eine Waldexkursion durchzuführen. Hier kann individuell je nach Altersstufe und Lehrplan eine Führung durch schulnahe oder kindergartennahe Waldgebiete angeboten werden. Eine professionelle Fachkraft unternimmt mit der Gruppe eine interessante Reise durch das Ökosystem Wald, vermittelt Wissen praktisch und spielerisch und erweitert den Erfahrungshorizont.

 

Infos:

Termin: auf Anfrage

Ort: Nach Vereinbarung

Kosten: keine

Alter: ab 5 Jahre

Anmeldung: kreisverband.main-tauber@sdw-bw.de

 


Heilsames Waldbaden Shinrin Yoku

 

Als Personal Relax Coach „Die Zauberin“ und zertifizierte Waldbadebegleiterin für das Liebliche Taubertal, können Sie bei Frau Tunger geführte Waldbäder buchen. Ob einzeln, als Couple oder in der Gruppe, ob als Dankeschön für einen lieben Menschen oder als besonderes Familienevent, ein Waldbad ist immer einzigartig.

Waldbaden ist mehr als ein Spaziergang. Es ist das achtsame, tiefe Eintauchen in die Natur. Bei einem angeleiteten Waldbad erleben Sie die entschleunigende und gesundheitsfördernde Wirkung des Waldes mit allen Sinnen. Ob beim bewussten Atmen, genauen Hinhören der Waldgeräusche und Spüren des weichen Waldbodens. Oder beim Kosten des Grüns, des Schauens in die Weite, Fühlen mit geschlossenen Augen oder des Erschaffens kleiner Naturkunstwerke. Ein Waldbad ist wie ein kleiner Wellnessurlaub und das ganze Jahr möglich.

 

Termine: auf Anfrage
Uhrzeit: variiert
Dauer: 2 - 3 Stunden
Preis: ab 20,- €/Person
(3 - 14 Personen/Tour)

Treffpunkt: wird bekannt gegeben

Anmeldung: kreisverband.main-tauber@sdw-bw.de oder direkt bei Anke Tunger (www.die-zauberin.com)


Baumpflanzaktion im Arboretum Tauberbischofsheim Video


Exkursion durch Stammbergforst

Tauberbischofsheim, 28.09.2020: Zahlreiche Waldfreunde, groß und klein, trafen sich um an einer Exkursion rund um den Stammbergwald auf Initiative der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und dessen Vorsitzenden Tobias Hornung teilzunehmen. Die Veranstaltung fand im Rahmen „Deutsche Waldtage 2020“ statt.

Vom Spielplatz am Stammbergwald aus, umgeben von Eiche und Linde, starteten rund 40 Personen und erhielten dabei viele Informationen zum Baumbestand von Eiche, der dicken Forstmeister Rochlitz-Buche, Kiefer, Speierling, Elsbeere, Ulme. Am „Fuhrmannsloch“ erwähnte Hornung die „Sage zum Fuhrmannsloch“ und las das passende Gedicht von J. Dürr in Mundart vor. Dann ging es weiter zum Naturschutzgebiet Stammberg, eines der ältesten in Baden-Württemberg. 1941 gegründet, erweitert 1970 mit dem Bannwald, freute man sich über dessen 50-jähriges Bestehen.
So erfuhr man viel Interessantes über das Ökosystem Wald, Urwälder und Naturschutz. Zuletzt blieb ein Blick auf das Arboretum in der Nähe der Stammberghütte, das erneuert werden soll. Tobias Hornung war es wichtig darauf hinzuweisen, dass es beim Erhalt des Waldes auf die Verantwortung aller ankommt. sdw

© Fränkische Nachrichten, Montag, 28.09.2020


Tauberbischofsheim / Hambergwald

Im Rahmen des Kinderferienprogramms der Stadt Tauberbischofsheim führte der Kreisverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) einen Waldnachmittag mit 30 Kindern durch.
Bei bestem Wetter erfreuten sich die Kinder zusammen mit ihren Betreuer/innen am äußerst facettenreichen Wald. Aufgeteilt in zwei Gruppen mit je 2 fachkundigen Personen ging es auf Tour. So kamen sie am Hochzeitswald vorbei, lernten die Berberitze kennen und zogen saure Gesichter aufgrund der Früchte. Wacholderbeeren, ebenso vitaminreich wie die Berberitze, erweiterten den Geschmackshorizont der Kinder, sorgten aber nicht für vollste Begeisterung – verständlicherweise!
Die großen Hügel der Waldameise führten da schon eher zu Oh und Ah – Ausrufen. Der Geruch der Ameisensäure am Taschentuch wiederum ließ allerdings die Nasen rümpfen. Weitere Informationen über die Nützlichkeit und die Schutzbedürftigkeit der Tiere, sowie deren Lebensweise führten zu einem ganzheitlichem Erlebnis. Von den kleinen Ameisen ging es zur großen Eiche. Hier waren die Gegensätze Klein und Groß wahrhaftig groß. So war auch die Ehrfurcht der Kinder gegenüber diesem alten, dicken Geschöpf in den Gesichtern zu lesen. Auch hier gab es Interessantes über die Eiche zu erfahren. Auch andere Baumarten, wie die Buche, Elsbeere, Waldkiefer, Feldahorn kamen auf der Wanderung entlang des Waldlehrpfades der SDW, Stadt und Forstamt vor.
Wie wichtig für uns Menschen der Wald ist, war den Kindern durchaus bewusst, zwangsläufig auch die Wichtigkeit ihn zu schützen. Da wissen Kinder oftmals mehr als Erwachsene.
Abgerundet wurde der schöne Ausflug mit Wildbratwürsten vom Grill und Bio – Apfelschorle.


Rückblick auf das Jahr 2021

Am Hochzeitswald gab es keine Veranstaltung

17.07.21 Exkursion durch den Kirywald in Wenkheim, Thema Giftpflanzen und Baumbestimmungen

09.09.21 Kinderferienprogramm Tauberbischofsheim:
Kinderferienprogramm mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald war ein voller Erfolg:

Im Rahmen des Kinderferienprogramms der Stadt Tauberbischofsheim führte der Kreisverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) einen Waldnachmittag mit 30 Kindern durch.
Bei bestem Wetter erfreuten sich die Kinder zusammen mit ihren Betreuer/innen am äußerst facettenreichen Wald. Aufgeteilt in zwei Gruppen mit je 2 fachkundigen Personen ging es auf Tour. So kamen sie am Hochzeitswald vorbei, lernten die Berberitze kennen und zogen saure Gesichter aufgrund der Früchte. Wacholderbeeren, ebenso vitaminreich wie die Berberitze, erweiterten den Geschmackshorizont der Kinder, sorgten aber nicht für vollste Begeisterung – verständlicherweise!
Die großen Hügel der Waldameise führten da schon eher zu Oh und Ah – Ausrufen. Der Geruch der Ameisensäure am Taschentuch wiederum ließ allerdings die Nasen rümpfen. Weitere Informationen über die Nützlichkeit und die Schutzbedürftigkeit der Tiere, sowie deren Lebensweise führten zu einem ganzheitlichem Erlebnis. Von den kleinen Ameisen ging es zur großen Eiche. Hier waren die Gegensätze Klein und Groß wahrhaftig groß. So war auch die Ehrfurcht der Kinder gegenüber diesem alten, dicken Geschöpf in den Gesichtern zu lesen. Auch hier gab es Interessantes über die Eiche zu erfahren. Auch andere Baumarten, wie die Buche, Elsbeere, Waldkiefer, Feldahorn kamen auf der Wanderung entlang des Waldlehrpfades der SDW, Stadt und Forstamt vor.
Wie wichtig für uns Menschen der Wald ist, war den Kindern durchaus bewusst, zwangsläufig auch die Wichtigkeit ihn zu schützen. Da wissen Kinder oftmals mehr als Erwachsene.
Abgerundet wurde der schöne Ausflug mit Wildbratwürsten vom Grill und Bio – Apfelschorle.


21.10.21 Besuch in der 4. Klasse Grundschule Werbach. Thema Feuer. Die Kinder sehen wie Feuer mit Feuerstein, Schlageisen und Zunderpilz gemacht wird. Anlegen eines "Nests" mit trockenem Gras, Flugsamen und Birkenrinde. Kennenlernen von Kienholz und der Aufbau von einem Feuer mit Holz von Klein zu Groß.

26.11.21 Pflanzung Arboretum:
Am 26. November kamen viele Helfer zusammen, um den Kreisverband Main – Tauber der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) bei der Anpflanzung eines neuen Arboretums (Sammlung verschiedenartiger Gehölze) zu unterstützen. Die Idee, den botanischen Garten für Bäume zu erneuern, gab es im Verein schon seit ca. 10 Jahren. Das ehemals unterhalb der Stammberghütte befindliche Arboretum bestand nur noch aus wenigen verbliebenen Bäumen. Unter anderem einen Küstenmammutbaum, einen Zigarrenbaum, eine Eibe, Hemlocktanne, Gelbkiefer, um einige zu nennen.
Als auf der angrenzenden Fläche wegen Trockenschäden und Eschensterben viele Bäume gerodet werden mussten, ergab sich der ideale Ort für eine Neuanpflanzung. Hinzu kam, dass sich die Stadt Tauberbischofsheim im Frühjahr 2021 auf ein Förderprogramm des Landes zur Errichtung von Bio-Diversitätspfaden beworben hatte und im Herbst 2021 die Bewilligung bekam. Die Stabsstelle Wirtschaftsförderung koordiniert dieses Projekt, das ab Juli 2022 den Bürgern und Touristen die besondere Artenvielfalt am Stammberg verdeutlichen wird. Wir werden im Laufe des Jahres über den Fortschritt berichten.
Beide Ideen wurden nun kombiniert und somit ist die Neuanlage des Arboretums, ganz im Sinne der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und des Förderprogrammes, Ende November angegangen worden. Neben den eifrigen Kindern, Eltern und Erzieher*innen des Waldkindergartens kamen auch Mitglieder befreundeter Vereine, wie vom Tauberländer Bio-Streuobstwiesenverein und natürlich von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Auch der städtische Bauhof und die Forstarbeiter waren an der Baumlieferung mit Material und Mitarbeitern beteiligt. Dem Aufruf zu diesem Projekt waren unterschiedlichste Menschen gefolgt. Vom Dreijährigen bis zum Achzigjährigen, vom Jäger bis zum Zimmermann, alle wollten etwas für den Wald tun. „Die Bäume wurden in Gruppen gepflanzt, um ein sinnvolles Begehen mit Lehrgruppen zu ermöglichen: Feuchtigkeit liebende Schluchtwaldgesellschaften, wie Erle, Weide, Ulme, usw., Trockenwaldgesellschaften, wie Esskastanie, Hainbuche, Feldahorn, usw., Obstgehölze, wie die Sorbusarten und Nadelbäume, wie Kiefer, Weißtanne, Douglasie können nun auf der Fläche rechts unterhalb der Stammberghütte besichtigt werden“ erklärt Tobias Hornung, 1. Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. An den ebenfalls bereits aufgestellten Lehrtafeln, welche die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald beigesteuert hat, erhält man reichhaltige Informationen über die jeweilige Baumart. Im Anschluß wurden noch 200 Sträucher und 250 Atlaszedern gepflanzt, um einerseits einen Waldsaum als Wald, - Sicht- und Lärmschutz zu schaffen. Andererseits ist das nun gegen Verbiss eingezäunte Gebiet ein weiteres Projekt des Bio-Diversitätspfades. „Hier ist die Idee,“ so Hornung, „die Atlaszedern als mögliche künftig klimastabile Baumart für unsere heimischen Wälder zu erforschen, wenn die Fichte zunehmend durch trockenere Sommer Schaden nimmt.“ Ergänzend fügt er hinzu, dass der Klima – und Naturschutz bei diesen beiden Projekten eine herausragende Rolle spielen. Die entstehende Hecke dient Vögeln, Insekten und Kleinsäugern als Futter, – Nist, – und Versteckmöglichkeit und schützt den Wald. Das Arboretum dient als Geenpool mit über 30 Arten als offen gehaltene Landschaft für Flora und Fauna als ideales Areal. Auch der Aspekt der Wissensvermittlung für die Menschen dient dem Naturschutz.
Die großen Tafeln zu diesen Projekten folgen dann im Rahmen des Bio-Diversitätspfades im neuen Jahr. Der später ca. 3,5 km lange Weg durch den Wald am Stammberg, dessen Start das neue Arboretum ist, wird dann u. a. Waldränder, das Fuhrmannsloch, das Vogelschutzgebiet und den Bannwald thematisieren. So entsteht ein weiterer Lehrpfad, der Schüler*innen, Bürger*innen und Touristen für unsere heimische Artenvielfalt sensibilisiert und zusätzlich das Freizeitangebot der Stadt Tauberbischofsheim bereichert.

4.12.21 Pflanzung von 250 Atlaszedern und 200 Heckenpflanzen im Forschungswald neben dem Aboretum