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SDW-Kreisverband Ludwigsburg

Kontakdaten:

Vorsitzender:

Peter Schäfer (Bürgermeister)

Stuttgarter Straße 34
71735 Eberdingen

Telefon: 0742 / 799 -0
eMail: peter.schaefer[at]eberdingen.de


Aktuelles aus dem Kreisverband:

Unterhaltsamer Blick auf das System Wald:
Im Forst bei Nussdorf ist jetzt der Lichthölzlespfad fertiggestellt. Die SDW Kreis Ludwigsburg hat dieses Projekt finanzielle unterstützt.

 Lichthölzle
Nach einem Jahr Vorbereitungszeit ist der Nussdorfer "Lichthölzlespfad" eröffnet worden. Dort wird auf unterhaltsame Weise Wissenswertes über Fauna und Flora des Eberdinger Gemeindewaldes vermittelt.
„So wie Martin es will, so zeigt sich dann der ganze April“ – wenn die Bauernweisheit für den 13. April recht hat, dann müssen sich die Osterspaziergänger in diesem Jahr warm anziehen. Denn bei der Eröffnung des Lichthölzlespfad rieselte die eine oder andere Schneeflocke durch die Wipfel im Nussdorfer Wald.
Dort ist in den vergangenen Monaten ein 18 Stationen umfassender Waldlehrpfad entstanden (die VKZ berichtete). Die letzten Schilder brachte Förster Wolfgang Steinacker noch am Freitagabend an – und konnte dabei gleich die ersten Besucher vom Kindergarten Blumenstraße begrüßen. Von einem „Waldlehrpfad“ will Steinacker eigentlich nicht sprechen. Denn den Besuchern sollen nicht einfach trockene Fakten vermittelt werden. Der Lichthölzlespfad soll die Lebenswelt Wald mit ihren verschiedenen Baum- und Tierarten vielmehr unterhaltsam näherbringen. Bei den 18 Stationen orientierten sich die Forstleute und die ausführende Firma Brandhuber an dem an gleicher Stelle bereits seit einigen Jahren bestehenden Waldlehrpfad. Dessen Initiator, Professor Peter Kunz aus Vaihingen, war ebenfalls gekommen. Er schilderte den gut 50 Besuchern die Hintergründe des seinerzeitigen Pfades. „Zu meinem 50. Geburtstag wollte ich keine Geschenke“, berichtete Kunz. Stattdessen habe er um finanzielle Hilfe bei der Erstellung eines eigenen Lehrpfades gebeten. Mit dem Geld und der Idee fand er bei Wolfgang Steinacker einen begeisterten Unterstützer, sodass das Projekt umgesetzt werden konnte.
Im Laufe von mehr als zehn Jahren bleichten die Holztafeln aber aus, die Installationen verfielen zusehends. Zeit also für eine Erneuerung. Mit Unterstützung durch die Alison und Peter KleinStiftung mit 4 T€ sowie durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit 5 T€ konnte der Pfad nun überarbeitet werden. Die kreativen Köpfe hinter der Erneuerung waren neben Wolfgang Steinacker auch Luca Schmid, der beim Forstamt des Landkreises schwerpunktmäßig das Thema Waldpädagogik betreut, und weitere Bürger, die beispielsweise einen Hochsitz beisteuerten oder das Maskottchen Tikka, den auf den Schildern allgegenwärtigen Schwarzspecht, entwarfen.
Mit dem Ergebnis war auch Bürgermeister und SDW Kreisvorsitzender Peter Schäfer sichtlich zufrieden. „Der Wunsch des Gemeinderates und der Bevölkerung ist erfüllt“, konstatierte er. Nun wünsche er sich viele Familien als Besucher, die so einiges über Fauna, Flora, den Baustoff Holz und die Schutzfunktion des Waldes lernen könnten. An Ostern werde der Pfad bestimmt überlaufen sein, war Forstamtsleiterin Gundula Gmelin überzeugt. Ganz besonders beeindruckt zeigte sie sich von dem „komischen Brettergebilde“, einem elf Kubikmeter großen, auf der Spitze fast in der Luft schwebenden Kubus aus Holz, der den Gästen verdeutlichen soll, wie viel Holz im 589 Hektar großen Gemeindewald von Eberdingen täglich dazuwächst. Es gehe aber nicht nur um Informationsvermittlung, sondern auch um Ruhe und Erholung. Das Waldsofa an einer der Stationen lädt zum Hinliegen und Verweilen ein.
Ein paar Reste des ursprünglichen Waldlehrpfades sind auch heute noch zu sehen: etwa ein Fledermauskasten, der an einem Baum befestigt ist, oder ein Insektenhotel. Über die Neuauflage seiner ursprünglichen Idee zeigte sich Peter Kunz sehr glücklich. Die Idee sei schließlich von Anfang an gewesen, nur einen Anstoß zu geben, aus dem sich immer weiter Neues entwickeln sollte.
Michael Banholzer