Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Landesverband Baden-Württemberg e. V.

Tag des Baumes 2026: Zukunft wächst nicht von allein

Im Jahr 1952 begründete die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) den Tag des Baumes in Deutschland. Heute geraten unsere Wälder zunehmend unter Druck – und mit ihnen die Bäume in unseren Städten und Landschaften. Der Tag des Baumes steht dieses Jahr unter der Schirmherrschaft von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und macht darauf aufmerksam, wie wichtig aktives Engagement für den Schutz der Bäume ist.

In Anlehnung an den „Arbor Day“, den der US-Amerikaner Julius Sterling Morton 1872 ins Leben rief, wurde der Tag des Baumes 1952 von der SDW auch in Deutschland eingeführt. Damals pflanzten Robert Lehr, der zu dieser Zeit Präsident der SDW war, und der damalige Bundespräsident Prof. Dr. Theodor Heuss einen Bergahorn im Bonner Hofgarten. Seitdem hat sich der Aktionstag zu einer festen Größe im Kalender des Natur- und Umweltschutzes entwickelt. Heute steht er mehr denn je für die Frage, wie wir unsere Bäume erhalten und unsere Wälder zukunftsfähig machen können.

Waldwissen: Wälder im Wandel

  • Viele Baumarten geraten durch steigende Temperaturen und längere Trockenperioden zunehmend unter Stress.

  • Wassermangel schwächt Bäume und macht sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

  • Monokulturen stoßen an ihre Grenzen und reagieren besonders empfindlich auf Klimaveränderungen.

  • Besonders Stadtbäume leiden unter den genannten Herausforderungen.

  • Mischwälder gelten als widerstandsfähiger, da sie Risiken verteilen und die Stabilität der Ökosysteme erhöhen.

  • Die Wälder, die heute wachsen, prägen die Landschaften der nächsten 100 Jahre. Ein wichtiges Ziel ist es daher, dass wir in Deutschland eine kontinuierliche Waldmehrung erzielen.

Für die Bäume aktiv werden

„Der Tag des Baumes ist ein erfolgreicher Aktionstag für den Naturschutz“, betont SDW-Präsidentin Ursula Heinen-Esser. „Mit Pflanzaktionen und waldpädagogischen Angeboten macht die SDW auf die besondere Bedeutung von Bäumen und Wäldern aufmerksam. Ohne das Mitwirken einer engagierten Bevölkerung wäre das nicht möglich. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihren Einsatz!“ Auch dieses Jahr bietet der Aktionstag zahlreiche Möglichkeiten aktiv zu werden, zum Beispiel durch die traditionellen Baumpflanzungen. Allerdings sollten Freiwillige beachten, dass die Pflanzsaison im Frühjahr aufgrund veränderter klimatischer Bedingungen oft bereits abgeschlossen ist und meist nur noch Bäume mit Wurzelballen gesetzt werden können. Viele Aktionen haben daher symbolischen Charakter oder richten den Blick bereits auf die nächste Pflanzsaison im Herbst.  

Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten aktiv zu werden: 

  • Baumpatenschaften ermöglichen die direkte Unterstützung von Stadtbäumen.

  • Im eigenen Garten kann durch die Auswahl geeigneter Baumarten die Biodiversität gefördert werden.

  • Der Verzicht auf versiegelte Flächen wie Schottergärten schafft Raum für Bäume und andere Pflanzen.

  • Der Kauf von zertifiziert nachhaltigen Holzprodukten stärkt eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft. 

  • Auch das bewusste Ansprechen des Themas im eigenen Umfeld trägt dazu bei, die Bedeutung von Bäumen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Der Wald braucht unsere Hilfe!

Der Handlungsbedarf ist groß, denn knapp 900.000 Hektar Wald wurden in Deutschland seit 2017 durch Dürre und Schädlinge geschwächt. Die Wiederbewaldung dieser Flächen ist eine langfristige Aufgabe. Mit einer Baumspende an die SDW Baden-Württemberg können Sie den Wald in Baden-Württemberg direkt unterstützen! Oder bringen Sie sich als Mitglied in unsere Verein und in unseren Kreisverbänden ein.

Bild: Doncoombez/Unsplash

Landesverbände
Termine