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SDW-Kreisverband Biberach

Kontakdaten:

Vorsitzender:

Werner Gebele (Bürgermeister a.D.)

Finkenweg 12
88515 Langenenslingen

Telefon: 07376 / 9134
Telefax: 07376 / 9136
eMail: wgebele[at]t-online.de

 

Geschäftsführer:

Joachim Reis

Emanuel-Sulger-Straße 8
88499 Riedlingen-Neufra

Telefon: 07371 / 931826
eMail: joachimreis[at]gmx.de


Aktuelles aus dem Kreisverband:

großes Interesse an der Führung beim Bannwald in Dürrenwaldstetten

Das Jahr 2016 war im formalen Bereich durch die durchzuführende Neuwahl des Vorstands und des Beirats bestimmt. Obwohl Vorsitzender und Geschäftsführer seit Jahren darauf hinweisen, diese beiden Funktionen neu zu besetzen, kam es nicht dazu. Beide wurden einhellig von den Mitgliedern gebeten, nochmals eine weitere Amtsperiode zu übernehmen. Sie wurden erneut einstimmig in ihren Funktionen bestätigt. Aus Altersgründen baten langjährige Mitglieder im Beirat um Entlassung aus dieser Funktion. Alle Sitze konnten wieder neu besetzt werden. Dem Vorsitzenden war es in der Jahreshauptversammlung ein wichtiges Anliegen, die Mitglieder zur Gewinnung von neuen Mitgliedern aufzumuntern.
2016 war für die SDW BC wieder das wichtigste Vereinsziel die Bereitstellung und Betreuung der beiden Waldschulen für die Bevölkerung. Die zugehörigen Gebäude befinden sich im Eigentum des Landkreises Biberach. Die Ausstattungsgegenstände werden von der SDW BC zur Verfügung gestellt. Erfreulicherweise war es auch 2016 wieder möglich diese beiden Waldschulen in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Biberach fachlich durch Landkreisförsterinnen zu betreuen. Der Landkreis Biberach stellt diese zur Sicherung der "Waldpädagogik" nach den gesetzlichen Vorschriften des Waldgesetzes dafür zur Verfügung. 1.735 Besucher nutzten 2016 dieses Angebot, sich im Wald und in den Waldschulen über die Struktur und die Funktionen des Waldes vertraut zu machen. Dazu waren 84 Führungen und 4 Aktionstage erforderlich.
2016 war auch das Jahr der "Aktionen vor Ort". Im Staatswald von Ochsenhausen wurde die von der SDW BC in Auftrag gegebene Brutbeobachtungsstation in Anwesenheit vieler Mitglieder zur Nutzung übergeben. Es ist ein vom Zimmermann für die SDW BC hergestelltes Gebäude mit Einfluglöchern an den Außenwänden für brütende Vögel. Die Vogelnester können im Gebäude, welches keinen Lichteinfall hat, hinter Glas besichtigt werden weil diese durch das von außen in die Einfluglöcher herein fallende Licht beleuchtet sind. Am Übergabetermin waren die meisten Nester bereits belegt.
Besichtigt wurde der Bannwald im Naturschutzgebiet des Federsees bei Bad Buchau und der dort von vielen Besucherinnen und Besuchern gerne aufgesuchte "Wackel - Wald". Unter fachkundiger Führung konnten die teilnehmenden Mitglieder der SDW BC die geschichtlichen Fakten über die Entstehung des Federsees und seines Umgebungsbereichs in anschaulicher Weise erfahren. Im Bereich um den Federsee, der nach der Eiszeit entstanden ist, wurde in den dort vorwiegend nassen Moorwiesen und Wäldern das Naturschutzgebiet "Staudacher" mit Bannwald ausgewiesen. Dass sich in einem solchen moorigen Untergrund auch eine besondere Pflanzenwelt ansiedelt, konnte in den für Besucher zugänglichen Teilbereichen des Naturschutzgebiets festgestellt werden. Die Stabilität und Standsicherheit der Bäume im "Wackel - Wald" wird wesentlich durch diesen moorigen Untergrund bestimmt. Nur geringes Hüpfen auf dem Boden führt dazu, dass sich die Bäume in diesem Bereich deutlich bewegen.
Bei einem weiteren Termin wurde der staatliche Bannwald in Dürrenwaldstetten in der Gemeinde Langenenslingen aufgesucht. Nicht nur Mitglieder der SDW BC nutzten diese Möglichkeit, um sich diesen kleineren Waldbereich auf der schwäbischen Alb anzuschauen. Unter der fachkundigen Führung des Leiters des Forstamts Biberach konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, dass seit der Ausweisung dieses Bannwaldes kein Eingriff des Menschen mehr in diesem Wald erfolgt ist. Auch gesunde Bäume, die bei Naturereignissen umgestürzt sind, werden der Natur überlassen und nicht aufgearbeitet. Fast 50 Jahre seit der Ausweisung wird dieser Waldbereich forstwirtschaftlich und wissenschaftlich beobachtet. Interessant bei dieser Begehung war auch die Stellungnahme des Vorsitzenden der Waldgerechtigkeit Dürrenwaldstetten, die unmittelbar mit ihrem Nutzwald an diesen Bannwald, nur getrennt durch einen Waldweg, angrenzt. Er konnte auf Probleme durch den Käfer aus dem Bannwald hinweisen. Auch werde von vielen nicht verstanden, dass nutzbare Bäume der Natur überlassen werden.
Die Nutzung des Holzes ist der SDW BC, nicht nur wegen der Zielsetzung des Vereins zum Schutz des deutschen Waldes, besonders wichtig. Daher wurde die historische Sägemühle Ruess in Andelfingen in der Gemeinde Langenenslingen im Anschluss an die Bannwaldbesichtigung aufgesucht. Es besitzt eine über ein Wasserrad vom Biberbach angetriebene kleine Gattersäge. Sie ist in Privatbesitz und wird heute noch ab und zu für kleinste Aufträge von Kleinprivatwaldbesitzern genutzt.
Um Einnahmen zu erwirtschaften wurde, wie seit Jahren eingeführt, wieder am Gallusmarkt und Weihnachtsmarkt in Riedlingen am Stand der SDW BC die eigens für die SDW BC hergestellte Waldwurst verkauft.